Häftling in JA Stein gestorben, Obduktion angeordnet

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Nach dem Tod eines Häftlings in der Justizanstalt (JA) Stein in Krems an der Donau sind Erhebungen zur Klärung der Todesursache im Laufen. Wie das Justizministerium am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte, wurde eine Obduktion in Auftrag gegeben. Derzeit lägen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Das Ministerium dementierte auch Berichte auf Social Media-Kanälen, wonach der Häftling vor seinem Ableben mit einer „Beruhigungsspritze“ sediert worden sein soll.

Der Häftling wurde am 5. April nicht mehr ansprechbar in seiner Zelle vorgefunden. Laut Justizministerium befand sich der gebürtige Tschetschene in einer standardmäßig ausgestatteten Einzelzelle und nicht - wie auf Social Media-Kanälen behauptet wurde - in „Isolationshaft“. „Er war in regulärer Einzelunterbringung“, betonte das Ministerium.

Der offenbar bereits bewusstlose Insasse wurde bei einer Routinekontrolle des Haftraums entdeckt. Die Justizwache leistete Erste Hilfe und alarmierte den Notarzt. Der Häftling wurde in weiterer Folge ins Spital gebracht, wo er verstarb. „Wie in solchen Fällen üblich wurde der Haftraum versiegelt und die Polizei verständigt“, meinte eine Sprecherin des Justizministeriums gegenüber der APA.

Woran der Mann - er soll körperlich gesund, sportlich und ein Boxer gewesen sein - gestorben ist, wird die Obduktion klären. Die Anstaltsleitung geht vorerst nicht von Fremdverschulden aus. Der Insasse habe im Vorfeld keine medizinische Behandlung oder gar Zwangsbehandlung erhalten, wurde der APA versichert.

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