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„Audi Driving Experience" in Seefeld kam nicht ins Schleudern

Der Landesumweltanwalt ist mit Beschwerde gegen die „Audi Driving Experience“ in Seefeld abgeblitzt. In St. Anton steht das Urteil noch aus.

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Fahren auf Eis – die Audi Driving Experience Seefeld darf nach einem Gerichtsurteil weiter stattfinden.
© Thomas Böhm

Von Matthias Reichle

Seefeld, St. Anton – PS-starke Autos, die auf künstlich vereisten Wiesen Gas geben, um Pylone driften und die „Grenzen des Fahrbaren ausloten“– trotz scharfer Kritik seitens der Landesumweltanwaltschaft dürfen Motorbegeisterte ab dem kommenden Winter auf der Seefelder Bodenalm wieder auf dem Eis unterwegs sein.

Die Veranstaltungsreihe von Audi, die seit vielen Jahren neben Seefeld auch in St. Anton stattfindet, war den Umweltschützern ein Dorn im Auge – findet sie doch auf vereisten landwirtschaftlichen Flächen statt. Das Landesverwaltungsgericht hat die Beschwerde gegen das als „Fahr- und Sicherheitstraining“ in Seefeld angemeldete Event nun aber abgewiesen.

Der Richter gab der Landesumweltanwaltschaft zwar Recht, dass das Vorhaben aufgrund der Naturbeeinträchtigungen nicht einfach hätte genehmigt werden dürfen. In einer Interessensabwägung bestätigt er aber den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, wonach die Veranstaltung auf fünf Jahre befristet abgehalten werden darf. Mit den Auflagen, dass „keine Kraftfahrzeugrennen“ durchgeführt werden und kein­e Werbeeinrichtungen aufgestellt werden.


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