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Der TT-Ombudsmann: Das Recht auf Würde

Nach etlichen Beschwerden zum Besuchsrecht in Krankenhäusern soll es Gespräche mit Spitalsvertretern geben. Die Patientenvertretung des Landes erinnert an die Patientencharta.

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Kranke Menschen nicht besuchen zu dürfen, lässt viele Angehörige verzweifeln. Und für die Patienten ist es wichtig, einen nahestehenden Menschen zur Seite zu haben.
© iStock

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Sich an die Kontaktbeschränkungen zu halten, ist etwas, das vielen während der Pandemie besonders schwerfällt. Vor allem aber dann, wenn Besuche so viel mehr bedeuten als nur, sich wieder einmal zu treffen. Das betrifft alle, deren Angehörige in Seniorenheimen wohnen oder in Krankenhäusern betreut werden müssen. Sie nicht oder nur sehr eingeschränkt sehen zu dürfen, lässt viele Betroffene verzweifeln. Während sich die Situation in den Heimen durch die Impfungen gelockert hat, müssen für Krankenbesuche nach wie vor strikte Regeln befolgt werden.

Maria Sillaber ist eine jener Angehörigen, sie litt sehr darunter, ihrem Mann nicht so beistehen zu können, wie sie es sich gewünscht hätte. Er war nach einer schweren Darmoperation auf die Intensivstation gebracht worden. „Es ging um Leben und Tod“, erzählt die Schwazerin. Nach den ersten drei Tagen, an denen sie ihn besuchen durfte, hieß es, sie dürfe nur noch einmal pro Woche kommen. „Er war in der Aufwachphase, und da ist es sehr wichtig, einen nahen Familienangehörigen zur Seite zu haben. Also musste ich kämpfen, um meinen Mann besuchen zu können.“ Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Primar durfte sie zumindest jeden zweiten Tag auf die Station kommen. Alle 48 Stunden lässt sie sich testen.


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