Tiroler Olympia-Hoffnung Kuenz fällt für die Europameisterschaft aus

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Die Zirler Ringerin Martina Kuenz (r.) verletzte sich beim Abschlusstraining für die EM am Ellbogen und muss ums Olympia-Ticket zittern.
© ÖRV

Von Benjamin Kiechl

Inzing – Der Weg zu den Olympischen Spielen wird für Martina Kuenz jetzt noch härter. Die 26-jährige Vorzeige-­Ringerin des RSC Inzing, die kürzlich beim ersten Qualifikationsturnier für Tokio als Dritte das begehrte Olympia-Ticket hauchdünn verpasst hatte, verletzte sich bei einem Trainingslager im Olympiastützpunkt Heidelberg (GER) zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Die Vize-Europameisterin und WM-Bronzemedaillengewinnerin will nach einer Ellbogenverletzung kein Risiko eingehen und lässt die Europameisterschaft in Warschau (POL/ab Montag) vorsichtshalber aus. Zu groß wäre das Risiko, für das Welt-Qualifikationsturnier für die Sommerspiele auszufallen. Vom 5. bis 8. Mai hat Kuenz, so wie auch die Tiroler Vereinskollegen Michael Wagner und Daniel Gastl, die letzte Chance, auf den Olympiazug aufzuspringen.

„Martina wird sich nun zwei Wochen im Heimbereich in die Hände ihres Physiotherapeuten begeben und den letzten Feinschliff im gewohnten Umfeld holen“, wurde Sportdirektor Benedikt Ernst in einer Aussendung des Österreichischen Ringsportverbandes (ÖRV) zitiert. „Die Arbeit ist getan und nun spielen kleine Dinge eine sehr große Rolle. Martina fühlt sich nicht bereit für die EM und sieht darin zu viel Risiko“, sagte Ernst, der mit seiner Athletin nun alles auf eine Karte setzen muss. „Wir haben diese eine und letzte Chance!“ Wie stark Kuenz drauf ist, bewies die Zirlerin im Jänner beim Grand Prix von Frankreich in Nizza mit Gold in der Gewichtsklasse bis 76 kg.


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