Putsch-Gegner in Myanmar rufen Gegenregierung aus

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In Myanmar haben Widersacher des nach seinem Putsch herrschenden Militärs eine Gegenregierung ausgerufen. Das geht aus einer am Freitag im Fernsehsender Public Voice verlesenen Stellungnahme hervor. Dieser Regierung der nationalen Einheit gehören abgesetzte Abgeordnete, Angehörige verschiedener ethnischer Gruppen sowie Persönlichkeiten der Protestbewegung an. Das Militär hatte am 1. Februar geputscht und die Regierung von De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi abgesetzt.

Die Friedensnobelpreisträgerin wurde in Gewahrsam genommen und vor Gericht gestellt. Seither kommt es fast täglich zu Protesten, gegen die die Polizei und das Militär massiv vorgehen. Nach Angaben der Hilfsorganisation für politische Gefangene (AAPP) haben die Sicherheitskräfte seit Anfang Februar über 700 Demonstranten getötet.

Der Putsch stoppt den erst vor wenigen Jahren eingeleiteten Demokratisierungsprozess und weckt Erinnerungen an fast ein halbes Jahrhundert der Militärherrschaft. Nach dem Putsch 1962 hatte das Militär 49 Jahre lang geherrscht. 2011 hatte es begonnen, sich aus der Politik zurückzuziehen, allerdings gab es nie die Kontrolle über die zivile Regierung auf.

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