Schwazer Helden sind wieder da: 36:28-Sieg gegen Fivers

Auch von drei Roten Karten ließen sich die Adler nicht stoppen: Schwaz Handball Tirol feierte gegen die Fivers einen 36:28-Sieg und hat Lust auf mehr.

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Nach sieben Partien ohne Sieg kehrten die Schwazer Handballer gestern gegen die Fivers jubelnd aufs Parkett zurück.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Eine Jubeltraube rund um Clemens Wilfling hat man in der Osthalle lange nicht mehr gesehen. In einem hochdramatischen Endspiel der spusu-Liga-Bonusrunde feierten die Schwazer Handballer am Freitag auch dank Topscorer Wilfling (acht Tore) einen 36:28-(21:12)-Sieg gegen die Fivers Margareten. Wilfling, im Hauptberuf Kaminkehrer, wurde dabei seiner zugedachten Rolle als Glücksbringer mehr als gerecht. „Die erste Hälfte waren wir souverän, in der zweiten Halbzeit war es ein Spiel ohne Grenzen. Doch wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und das Optimum herausgeholt“, meinte Trainerfuchs Frank Bergemann anerkennend. Goalie Aliaksei Kishou schrieb mit Glanzparaden entscheidend an der Heldensaga mit.

In einem verrückten Handballspiel, in dem Balthasar Huber und Richard Wöss kurzfristig von Beginn an passen mussten, galoppierten die Tiroler in der ersten Halbzeit davon. Sieben Spiele ohne Sieg sind eben mehr als genug für den Gewinner der Hauptrunde. Doch nach fünf Minuten in der zweiten Hälfte lag das Spiel trotz 23:16-Führung auf Messers Schneide. Gerald Zeiner und wenige Sekunden darauf Petar Medic mussten mit Rot (je drei Zwei-Minuten-Strafen) vom Parkett. Dem nicht genug, griffen die Schiedsrichter bei der Roten Karte für Michael Miskovez nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit Wiens Thomas Seidl (45.) völlig daneben.

Doch die Tiroler packten auch ohne die nun fünf fehlenden Stammspieler in der heißen Schlussphase ihr Kämpferherz aus und retteten den 36:28-Sieg souverän über die Ziellinie. Innsbruck-Spieler Felix Kristen durfte sich in der Schlussphase über sein Liga-Debüt freuen.

Mit Blick aufs Viertelfinale müssen die Tiroler am Samstag im Duell Hard gegen Krems auf einen Sieger hoffen, um Platz zwei in der Bonusrunde zu sichern. Bei einem Remis wäre man nur Dritter. Und wenn schon – dieser Sieg war ein Befreiungsschlag und macht Lust auf mehr fürs Saison-Finale (ab 11. Mai).

Früher geht es für Gerald Zeiner weiter. Nationalteam-Coach Ales Pajovic setzt in den finalen zwei Spielen der EURO-Quali gegen Estland (29.4.) und Bosnien (2.5.) auf die Dienste des Schwazer Spielmachers.

Für medalp Innsbruck gilt es am Samstag (18.30/Facebook-Livestream) Rang zwei in der Serie A2 zu verteidigen. Die Tiroler gastieren bei Crenna in der Lombardei und sind nach zuletzt fünf Siegen in Serie der klare Favorit.


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