„Match“ um Schwimmzentrum in Lankgampfen

Langkampfen erwägt den Bau eines Regionalbads für den Unterländer Schwimmsport. Wörgl zeigt kein Interesse.

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Das Sportbecken des Wave zur Überbrückung länger als bis September zu betreiben, lehnt Wörgls BM Hedi Wechner ab.
© Jasmine Hrdina

Von Jasmine Hrdina

Langkampfen – Durchwegs positiv seien die Reaktionen gewesen, erklärt Andreas Ehren­strasser. Der Bürgermeister von Langkampfen führt, wie berichtet, Gespräche mit Sportvertretern und Land, um in der Unterinntaler Gemeinde ein Regionalbad mit Schwimm-Leistungszentrum zu errichten. „Der pädagogische und Bildungsauftrag stehen für mich im Vordergrund“, weist Ehren­strasser auf die Bedeutung des Schwimmunterrichts hin. „Es braucht ein Angebot für den Schwimmsport im Unterland.“

Dem Vorschlag von Sportlandesrat LHStv. Josef Geisler, Wörgl solle im Falle einer Realisierung des Projekts das Sportbecken im Wave noch für einige Jahre zur Überbrückung offen lassen, erteilt BM Hedi Wechner eine Abfuhr. Sie halte es für undenkbar, „den Wörglerinnen und Wörglern die Kosten dafür aufzubürden“. Am Langkampfner Projekt beteiligen werde sich die Stadt nicht. „Ein Leistungszentrum ist kein Bad für die Allgemeinheit“, sieht Wechner andere Stellen gefordert.

Sie wolle dringend anstehende Bauten für Schul- und Kinderbetreuungseinrichtungen, den Ankauf neuer Feuerwehrgerätschaft sowie Vereinsförderungen „nicht im Wasser eines gigantischen Sportbeckens versenken“. Stattdessen werde sie am Bau eines Freibads für Wörgl festhalten und dafür im kommenden Budget mit der Schaffung von Rücklagen beginnen. Von Gesprächen zwischen dem Langkampfner Gemeindechef und dem Land habe sie vor Wochen gehört. Auch dass eine Förderung in zweistelliger Millionenhöhe winke. Wechner: „Für mich heißt das ganz klar, dass das Land Tirol niemals die Absicht hatte, das Wave mit einer hohen finanziellen Förderung zu unterstützen.“

BM Ehrenstrasser spricht von Überlegungen seit zwei Monaten. Bei den Kosten verweist er auf „vergleichbare internationale Projekte“ wie das 10,5-Mio.-Euro-Olympiaquartier im niederländischen Almere. In einem nächsten Schritt wolle er Umlandgemeinden und TVB an einen Tisch holen. „Das Match gegen Innsbruck ist eröffnet.“

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Zu Wort meldete sich gestern auch der grüne Sportsprecher Michael Mingler. Er begrüßt die Ambitionen Langkampfens und plädiert dafür, „dass der beste Standort gefunden wird“. Das setze eine gute öffentliche Anbindung mittels S-Bahn voraus.


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