Corona-Infizierte in Österreich werden immer jünger

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Das Gros der mit dem Coronavirus Infizierten betrifft die Gruppe der 20- bis 64-Jährigen, und insgesamt verjüngt sich das Alter der SARS-CoV-2-Positiven immer weiter. Aus den Bewertungskriterien der Corona-Ampelkommission für ihre Sitzung vom Donnerstag geht hervor, dass in der Kalenderwoche 14 bei den inzidenten Fällen rund 69 Prozent in die Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen fielen, etwa 17 Prozent waren jünger.

Dazu verjüngt sich das Alter der Infizierten weiter. Waren diese laut Ampelkommission in der Kalenderwoche zwei im Schnitt noch 46,7 Jahre alt, lag der Schnitt in der Kalenderwoche 15 nur mehr bei 38,3 Jahren. Umgekehrt wird die Corona-Pandemie in den Alters- und Pflegeheimen ein immer geringeres Problem. Dort könne seit Jahresbeginn ein „relevanter Rückgang“ bei Neuinfektionen, aktiven Fällen und Clustern verzeichnet werden. Neben den Präventionsmaßnahmen führte die Kommission dies auf die „mittlerweile relativ hohe Durchimpfungsrate in dieser Bevölkerungsgruppe“ zurück.

Ausdrücklich warnte die Ampelkommission vor Erwartungen, dass sich die Lage rasch entspannen wird. Sie verwies auf entsprechende Prognosen: Am 14. April lag die Covid-spezifische Belastung der Intensivstationen in ganz Österreich bei 29 Prozent (dazu kommen natürlich jene Intensivbetten, die für andere medizinische Fälle benötigt werden, Anm.). Bis 28. April wird zwar ein Rückgang der Covid-spezifischen Belastung auf 25,8 Prozent oder 521 Fälle erwartet, das wurde aber weiter als „hohes Niveau“ bezeichnet.

Und in der Bundeshauptstadt bleibe der Covid-bezogene Belag der Intensivstationen über der systemkritischen Belastungsgrenze von 33 Prozent. Niederösterreich und das Burgenland werden erst kurz vor Ende der Prognoseperiode am 28. April darunter fallen.

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Die Ampelkommission verwies darauf, dass die meisten Hospitalisierungen weiter aus der Gruppe der über 65-Jährigen kommen. Im Prognosezeitraum wird der Impffortschritt in dieser Altersgruppe aber als zu gering eingeschätzt, um einen maßgeblichen Einfluss auf die Hospitalisierungsrate zu haben. Diese Altersgruppe sei hinsichtlich der Impfstrategie als prioritär zu betrachten. Die Kommission empfahl allen betroffenen Bundesländern, „weiterhin Maßnahmen in den Spitälern zu setzen, um die vorliegende Belastung zu bewältigen“.


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