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Gewalt gegen Beamte: Tiroler Polizisten leben immer gefährlicher

Mittlerweile werden rund 100 Polizisten in Tirol und 1000 in Österreich durch Attacken verletzt. Die Bereitschaft, Gewalt gegen Beamte anzuwenden, steigt, immer öfter kommen dabei Waffen zum Einsatz.

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Innerhalb von zwei Tagen wurden drei Tiroler Polizisten bei Verkehrskontrollen durch Angriffe verletzt.
© ZOOM.TIROL

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – In nur zwei Tagen wurden kürzlich drei Tiroler Polizisten verletzt. Nicht durch Missgeschicke oder Unfälle, sondern durch aggressive Autofahrer, die ihre Fahrzeuge als Waffen einsetzten, um Kontrollen zu entgehen. Kein Einzelfälle – laut Innenministerium sind allein in Tirol pro Jahr bis zu 110 Polizisten Angriffen ausgesetzt, die zu mehr oder weniger schweren Verletzungen führen. Mit steigender Tendenz, bestätigt der Tiroler Polizeigewerkschafter und Personalvertreter Reinhold Siess: „Die Anzahl der verletzten Polizisten nimmt zu, die Bereitschaft, sich Amtshandlungen zu widersetzen, wird größer.“

Alkohol häufiger Auslöser

Als Auslöser reicht oft schon das berühmte Gläschen zu viel: Auch bei der Amokfahrt eines 49-jährigen Pkw-Lenkers am späten Abend des 10. April in der Wildschönau war vermutlich Alkohol die Ursache. Anstatt bei einer Polizeikontrolle anzuhalten, stieg der Einheimische aufs Gas und rammte einen Beamten, der nicht rechtzeitig zur Seite springen konnte. Wenig später und ein paar Kilometer weiter wurde der offensichtlich Betrunkene gestellt. Er saß in seinem Pkw und verweigerte den Alkoholtest.


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