Berufsfeuerwehr Innsbruck: Klage von Ex-Offizier beschäftigte Gericht

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Die Berufsfeuerwehr war erneut Thema am Landesgericht.
© Böhm

Innsbruck – Die Vorgänge in der Innsbrucker Berufsfeuerwehr beschäftigten in der vergangenen Woche erneut das Innsbrucker Landesgericht. Wie berichtet, haben drei ehemalige Mitarbeiter die Stadt Innsbruck als früheren Arbeitgeber auf insgesamt rund zwei Millionen Euro Schadenersatz geklagt. Einer davon, ein ehemaliger Offizier der Berufsfeuerwehr, erhielt im Gerichtssaal die Gelegenheit, seine Vorwürfe vorzubringen.

In der fünfstündigen Verhandlung ging es vor allem um chronische Arbeitsüberlastung und dienstliche Aufträge, die nach Ansicht des Klägers im Rahmen seiner Tätigkeit unmöglich im vollen Umfang erfüllt werden konnten. Der vor vier Jahren (früh-)pensionierte Tiroler wirft der Stadt Innsbruck vor, die Fürsorgepflicht vernachlässigt zu haben. Die Verhandlung wurde vertagt, die Fortsetzung des Prozesses ist für Juni geplant.

Unter den Klägern ist auch Gerald Depaoli, der mittlerweile für seine Fraktion „Gerechtes Innsbruck“ im Gemeinderat sitzt. Er war der erste der drei Feuerwehrmänner, der sich bereits vor vier Jahren ans Landesgericht wandte. Mehrere Versuche, einen Vergleich zu schließen, sind bislang gescheitert. Sein Verfahren wird voraussichtlich im Mai fortgesetzt. Der dritte Ex-Feuerwehrmann wirft der Stadt Innsbruck vor allem jahrelanges Mobbing vor. Er hat die Klage als Letzter im vergangenen Oktober eingebracht. (tom)


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