Russland: Pause bei den Wiener Atomgesprächen

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Nach Angaben des russischen Chefverhandlers bei den Wiener Atomgesprächen mit dem Iran haben die Parteien vereinbart, die Verhandlungen zu unterbrechen, um sich mit ihren Hauptstädten zu beraten, bevor die Gespräche nächste Woche wieder aufgenommen werden.

„Die Gemeinsame Kommission des #JCPOA (Atomabkommen, Anm.) hat die Fortschritte bei den Verhandlungen zur Wiederherstellung des Atomabkommens mit Befriedigung zur Kenntnis genommen“, sagte Michail Uljanow, Russlands Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, am Dienstag auf Twitter, wie die Agentur Reuters berichtete.

„Es wurde beschlossen, eine Pause einzulegen, damit die Delegationen ihre Hausaufgaben machen und sich mit den Hauptstädten beraten können. Die Kommission wird Anfang nächster Woche erneut zusammentreten“, so Uljanow.

Chinas Gesandter Wang Qun sagte Reportern, die Parteien hätten begonnen, Entwürfe für eine Verhandlungslösung zu erstellen und hätten mehr Klarheit darüber, wie ein endgültiges Dokument aussehen würde. Priorität müsse die Frage der Aufhebung der gegen den Iran verhängten Sanktionen haben.

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Der iranische Chefverhandler Abbas Araqchi lehnte die Möglichkeit einer „vorübergehenden Einigung“ während der Atomgespräche in Wien mit den verbleibenden Parteien des Atomabkommens ab und betonte laut Nachrichtenagentur FARS, Teheran sei nur zu Gesprächen bereit, um alle Sanktionen vollständig aufzuheben.

Araqchi sagte, dass die laufenden Verhandlungen zwischen dem Iran und der Gruppe 4 + 1 (China, Russland, Großbritannien und Frankreich plus Deutschland) keine Begriffe wie ein „vorübergehendes Abkommen“ oder ähnliche Themen beinhalteten und fügte hinzu, dass das einzige Ziel der laufenden Gespräche in Wien sei, die USA zu zwingen, alle Sanktionen gegen den Iran aufzuheben

Der iranische Chefverhandler meinte zudem, es gehe bei den Gesprächen voran, obwohl es noch Schwierigkeiten und Herausforderungen gäbe. Sollte es keine vernünftigen Vorschläge geben und nur Zeit verschwendet werden, werde die iranische Delegation den Verhandlungstisch verlassen.


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