65 Tote bei Kämpfen um Provinz Marib im Jemen

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Bei den jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Aufständischen im Jemen sind mindestens 65 Menschen getötet worden. Unter den Toten der vergangenen beiden Tage in der nördlichen Provinz Marib seien 26 Soldaten, hieß es am Sonntag aus Militärkreisen. Die Houthi-Rebellen rückten zudem bis zur Kassara-Front vor und befinden sich nun nur noch sechs Kilometer von der Provinzhauptstadt Marib entfernt.

Die Provinz ist die letzte Hochburg der regierungstreuen Truppen im Norden Jemens. Die Huthi-Rebellen versuchen seit Monaten, diese Bastion einzunehmen. Im Jemen herrscht seit sechs Jahren Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Houthi-Rebellen. Die rund 75 Kilometer westlich von Marib gelegene Hauptstadt des Jemen, Sanaa, wird von den Rebellen kontrolliert.

Schon seit Februar versuchen die Houthis, Marib einzunehmen. In den vergangenen Wochen verstärkten die Houthi-Rebellen auch ihre Raketen- und Drohnenangriffe gegen Saudi-Arabien. Eine von Riad vorgeschlagene Waffenruhe lehnten die Rebellen ab.

Riad unterstützt Hadis Regierung seit 2015 militärisch. Seither wurden in dem Krieg Zehntausende Menschen getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen die Lage im Jemen als schwerste humanitäre Krise der Welt ein.

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