230 Sturm-Einsätze für Wiener Feuerwehr: Sperre in der Lobau

  • Artikel
  • Diskussion

Starker Sturm hat am Sonntag zu mehr als 200 Einsätzen der Wiener Feuerwehr geführt. Der Betrieb der U-Bahn-Linie U4 war am Vormittag wegen eines Sturmschadens unterbrochen. Zuvor hatte die Stadt bereits die Schließung ihrer Coronavirus-Freiluftteststraßen aus Sicherheitsgründen bekanntgegeben. Gesperrt waren außerdem die Eingänge des Nationalparks in der Lobau.

Dieser war am Vormittag besonders stark vom Sturm betroffen. Laut der Stadt stellen die vielen alten Bäume eine große Gefahr für Spaziergänger dar. Deshalb bleiben die Eingänge voraussichtlich bis 15.00 Uhr gesperrt, hieß es in einer Aussendung. Der Forstbetrieb warnte sprach für das gesamte Weinerwaldgebiet eine Warnung aus. „Der Aufenthalt unter Bäumen bei Sturm ist lebensgefährlich.“

Am Morgen gesperrt waren bereits die Teststraßen Donauinsel-Floridsdorfer Brücke, Ernst-Happel-Stadion und die Drive-In-Teststraße beim Schloss Schönbrunn. Alle anderen Teststraßen in Wien können ohne weiteres aufgesucht werden, berichtete die Stadt.

Die Feuerwehr hatte in der Zeit zwischen 6.00 und 9.30 Uhr in der Bundeshauptstadt 156 Sturm-Einsätze abgearbeitet. „Zusätzlich sind noch ungefähr 80 im Laufen“, sagte ein Sprecher am Vormittag der APA. Das Spektrum reichte von umgestürzten Bäumen und Baugerüsten sowie Bauzäune bis zu losen Fensterflügeln. Verletzt wurde niemand.

Am Vormittag war auch der Betrieb der U4 wegen eines Sturmschadens unterbrochen worden. Wie die Wiener Linien mitteilten, verkehrte die U4 nur zwischen Hütteldorf und Längenfeldgasse sowie zwischen Kettenbrückengasse und Heiligenstadt. Rund eine halbe Stunde später wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Für Wien, das zentrale Niederösterreich sowie das nördliche Burgenland gilt am heutigen Sonntag bis 16 Uhr eine Sturmwarnung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Demnach können die erwarteten Windspitzen zu Schäden wie Baumbruch führen oder auch das Herumfliegen von Gegenständen wie Dachziegeln verursachen. Auch Beeinträchtigungen der Verkehrs- und Energie-Infrastruktur sind möglich.

Am Vormittag wurden im Osten Österreichs bereits Spitzen um die 100 km/h erreicht. So wurden laut ZAMG auf der Buchberg-Warte 111 km/h, auf der Wiener Jubiläumswarte 100 km/h und in Kremsmünster Spitzen von 93 km/h gemessen.

Im fast gesamten restlichen Niederösterreich, in großen Teilen Oberösterreich und den nördlichsten Teilen Salzburgs sowie der Steiermark wird ebenfalls starker Wind mit Spitzen von über 70 km/h erwartet. Dort könne es aber nur vereinzelt zu Beeinträchtigungen oder Schäden kommen, hieß es.

Während in Salzburg und Oberösterreich der Wind in den nächsten Stunden bereits nachlässt, frischt der Wind in Wien, in Niederösterreich und auch im Nordburgenland hingegen noch etwas auf, berichtete die ZAMG auf Facebook. Nachmittags sollte allerdings dann auch hier der Wind langsam nachlassen.


Kommentieren


Schlagworte