Tiroler Regierung: ÖVP-Vorstand einstimmig für Rochade

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Der Landesparteivorstand der Tiroler ÖVP hat am Mittwoch nach den Rücktritten von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) die neuen Landesräte einstimmig bestätigt. Der bisherige Landtagsvizepräsident Anton Mattle übernimmt die Wirtschaftsagenden, die Geschäftsführerin des Sanatoriums Kettenbrücke, Annette Leja, wird Gesundheitslandesrätin. Die beiden sollen am Dienstag bei einer Landtagssitzung gewählt werden.

Anstelle von Mattle wird LAbg. Sophia Kircher als Landtagsvizepräsidentin fungieren, teilte Landeshauptmann und Parteichef Günther Platter bei einer Pressekonferenz mit. Nach den Rücktritten von Dienstagabend sei es ihm wichtig gewesen, „dass gerade in den herausfordernden Zeiten die Landesregierung voll handlungsfähig bleibt“, begründete Platter die rasche Entscheidung. Gerade die nun betroffenen Ressorts - Wirtschaft und Gesundheit - seien besonders von der Coronakrise betroffen, sagte er.

Annette Leja, die seit 25 Jahren in der Kettenbrücke in Innsbruck tätig war, meinte, dass sie sich ihren „Schritt in die Politik gut überlegt und geplant“ habe. Platter sagte, dass man bereits seit Februar Gespräche geführt habe. Mattle wiederum erklärte, dass er erst am Dienstagabend gefragt wurde, ob er Wirtschaftslandesrat sein möchte. Er freue sich aber über die Herausforderung.

Platter ließ indes bei der Pressekonferenz auch mit einer Ansage hinsichtlich der eigenen Zukunft aufhorchen. Er werde bei der Landtagswahl 2023 erneut als ÖVP-Spitzenkandidat kandidieren: „Ich werde wieder antreten“. Damit sei diese „Kernfrage“ auch beantwortet, so Platter. Der 66-Jährige fungiert bereits seit dem Jahr 2008 als Tiroler Landeshauptmann. Bis zuletzt hatte er erklärt, „rechtzeitig“ vor der Wahl bekannt zu geben, ob er wieder antritt.


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