Franz Patay als VBW-Chef wiederbestellt

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Franz Patay bleibt für fünf weitere Jahre Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien (VBW). Das gab die Wien-Holding am Freitag bekannt. Insgesamt hatten sich 13 Personen für den Posten beworben, darunter zwei Frauen. Die Bewerbungsfrist endete am 2. März, worauf Hearings mit den Bewerberinnen und Bewerbern folgten.

Der 1961 geborene Patay führt die Vereinigten Bühnen - zu dem das Ronacher, das Raimund Theater und das Theater an der Wien sowie die Wiener Kammeroper gehören - seit dem Jahr 2016 . „Ich freue mich, dass wir Franz Patay in dieser herausfordernden Zeit neuerlich als Geschäftsführer für fünf Jahre bestätigen konnten. Er ist ein Garant dafür, das Unternehmen sowohl in künstlerischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht durch diese schwierige Zeit zu führen und weiterzuentwickeln“, so Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) in einer Aussendung. Auch von Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer gab es lobende Worte: „Mit der zweiten Amtszeit von Franz Patay sorgen wir dafür, dass der erfolgreiche Weg der Vereinigten Bühnen Wien, auch in dieser schwierigen Zeit, konsequent fortgesetzt werden kann.“

„Ich möchte den eingeschlagenen Weg der Vereinigten Bühnen Wien, vermehrt auf Digitalisierung, Streamings und TV-Ausstrahlungen zu setzen, fortführen“, sagte Patay nach seiner Bestellung. Die Strategie neue Stücke zu entwickeln und international zu lizenzieren, soll fortgesetzt und intensiviert werden. „Ich freue mich sehr, meine Expertise eine weitere Periode einbringen zu können und darauf, gemeinsam mit den großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der VBW die herausfordernde Zeit zu meistern und weiterhin Musiktheater auf höchsten internationalen Niveau zu realisieren – hoffentlich bald auch wieder vor Publikum“, so Patay abschließend.

Franz Patay wurde am 12. Juni 1961 in Wien geboren. Nach seinem Studium und der Promotion wurde er 1987 zum stellvertretenden Rektoratsdirektor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bestellt, was er bis 1994 blieb. Im selben Jahr wurde Patay Generalsekretär und Geschäftsführer des Internationalen Musik & Medien Zentrums Wien (IMZ). Sein Gespür für musikalische Events konnte Patay auch anlässlich zweier Jubiläen unter Beweis stellen: Für die Wien Holding organisierte und koordinierte er das „Mozartjahr 2006“, drei Jahre später folgte auch das „Haydn Jahr 2009“. Längerfristig war das Engagement für das Kunst Haus Wien im von Friedensreich Hundertwasser gestalteten und ihm gewidmeten Museum in Wien-Landstraße: Dem stand er von 2007 bis 2014 als Geschäftsführer vor.

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Für ein weiteres Ausstellungshaus der Stadt gab er in turbulenten Zeiten den Feuerwehrmann. Nachdem Gerald Matt mit Anfang 2012 in der Kunsthalle dienstfrei gestellt wurde, übernahm Patay interimistisch. Im Museumsquartier war er bis Ende Jänner 2014 tätig und damit auch maßgeblich an der Neustrukturierung des Hauses beteiligt. In der Folge wechselte er an die Konservatorium Wien Privatuniversität, die mittlerweile als Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien firmiert.


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