Erstmals Gemälde für Kryptowährung versteigert

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Zum ersten Mal hat das Auktionshaus Sotheby‘s in New York für die Bezahlung eines Kunstwerks Kryptowährungen erlaubt. Unter den Hammer kam am Mittwoch (Ortszeit) ein Werk des britischen Streetart-Künstlers Banksy - das Gemälde „Love is in the air“ („Liebe liegt in der Luft“) wurde für 12,9 Millionen Dollar (10,65 Mio. Euro) verkauft. Das Auktionshaus akzeptierte neben traditionellen Zahlungsmethoden erstmals auch Bitcoin oder Ether.

14 Minuten hatten vier Interessenten laut Sotheby‘s geboten - wie der Gewinner nun bezahlt, kann er entscheiden. Man habe bei Sammlern einen wachsenden Appetit auf nahtlosere Zahlungsoptionen und eine zunehmende Akzeptanz von sogenannten NFT festgestellt, hieß es. NFT (non-fungible token) sind eine Art digitales Echtheitszertifikat: Es kann zwar beliebig viele identische Kopien des Kunstwerks geben, aber nur diese eine kann als das Original gelten. NFT erleben gerade einen Boom, der aber von etlichen Beobachtern als Spekulationsblase angesehen wird.

Das nun versteigerte Banksy-Gemälde zeigt einen stehenden, maskierten jungen Mann mit umgedrehten Baseball-Cap - in Schwarz und Weiß. Er will einen bunten Blumenstrauß werfen. Für das auf das Jahr 2005 datierte und 90 mal 90 Zentimeter große Gemälde nutzte Banksy Öl und Sprühfarbe. Sein Wert war vor der Auktion auf 3 bis 5 Millionen US-Dollar geschätzt worden. Die Identität des wohl aus Bristol stammenden, weltweit aktiven Künstlers ist unbekannt.

Zum Start der traditionellen Frühjahrs-Versteigerungen in New York erzielten Werke anderer Künstler noch weit höhere Preise: Claude Monets (1840-1926) „Le Bassin aux nymphéas“ wurde für 70,4 Millionen US-Dollar verkauft - das war laut Sotheby‘s einer der Top-Fünf-Preise für Monet-Werke, die bisher von dem Haus versteigert worden waren. Jean-Michel Basquiats (1960-1988) Werk „Versus Medici“ aus dem Jahr 1982 erzielte 50,8 Millionen US-Dollar, wie Sotheby‘s auf Twitter mitteilte. Ein Stillleben von Paul Cézanne erzielte 20 Millionen US-Dollar.


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