Studienanfängerzahl dürfte bis 2040 leicht wachsen

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Die Zahl der Studienanfänger an den österreichischen Hochschulen dürfte bis zum Jahr 2040 leicht anwachsen. An den öffentlichen Unis und Privatunis erwartet die Statistik Austria in ihrer neuen Hochschulprognose eine Stagnation der Erstsemestrigen, an den Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) wird mit einem geringen Plus gerechnet.

2019/20 begannen an den Hochschulen insgesamt knapp 76.000 Personen ein ordentliches Studium. Diese Zahl soll bis 2039/40 auf 79.000 ansteigen. Die Entwicklung ist allerdings etwas unsicher - die Statistiker nehmen für ihre Prognose an, dass das Studierverhalten und die derzeitigen Zugangsregeln gleich bleiben.

An den öffentlichen Unis dürfte die derzeitige Anfängerzahl (46.400) zunächst auf einen Wert unter 46.000 absinken und erst 2034/35 wieder die 46.000er-Marke erreichen. 2039/40 wird dann mit 46.200 Studienanfängern gerechnet. An den FH gibt es derzeit 22.000 Anfänger pro Jahr - diese Zahl dürfte bis 2040 auf 22.700 anwachsen. Das größte Plus wird an den PH erwartet: Hier gehen die Statistiker von einem Zuwachs von 10.800 auf 11.900 Erstsemestrige aus. Die Privatunis stagnieren demnach bei rund 3.800 Studienanfängern. Nicht inkludiert in diesen Zahlen sind natürlich mögliche zusätzliche von der Regierung finanzierte FH-Studienplätze oder Privatuni-Neugründungen in den kommenden Jahren.

Bei den Studienabschlüssen sollen sich die Trends der vergangenen Jahre fortsetzen. Vom Studienjahr 2018/19 auf das Studienjahr 2028/29 wird die Anzahl der abgeschlossenen Bachelorstudien um 13,7 Prozent und jene der abgeschlossenen Masterstudien um 36,7 Prozent ansteigen. Gleichzeitig geht die Anzahl an abgeschlossenen Diplomstudien um 40,7 Prozent zurück.

Das lässt sich durch diverse Umstellungen der vergangenen Jahre erklären: Der Boom an abgeschlossenen Masterstudien ist vor allem auf die Umstellung der Lehrerausbildung im Studienjahr 2016/17 und die Einführung der Masterstudiengänge an den Pädagogischen Hochschulen zurückzuführen. Umgekehrt sind in den vergangenen Jahren viele Diplomstudien (eben auch Lehramt) weggefallen.


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