Kämpfe zwischen Israel und Hamas gehen weiter

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Der bewaffnete Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas hält unvermindert an. Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht auf Samstag mehrere Ziele im Zentrum der Stadt Gaza an, wie die Armee mitteilte. Dabei sei ein „Einsatzbüro“ der Hamas nahe dem Zentrum von Gaza getroffen worden. Auch unterirdische Abschussanlagen wurden den Angaben zufolge bombardiert.

„Alle Kinder haben Angst und wir haben Angst um die Kinder“, sagte der Palästinenser Kamal al-Haddad, der mit seiner Familie vor den Luftangriffen in eine von der UNO geförderte Schule in Gaza floh. Aus dem Palästinensergebiet wurden unterdessen die Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. Im Süden des Landes war Raketenalarm zu hören.

Seit Montag wurden bereits mehr als 2.000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Nach Behördenangaben starben neun Menschen, darunter ein sechsjähriger Bub und ein Soldat. Mehr als 560 Menschen in Israel erlitten Verletzungen.

Die israelische Armee griff seit Wochenbeginn fast 800 Ziele im Gazastreifen an, darunter ein unter Wohngebieten errichtetes Tunnelsystem der Hamas. 126 Menschen im Gazastreifen wurden getötet, darunter 31 Kinder. Etwa 950 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Am Freitag griff der Konflikt auch auf das Westjordanland über. Dort starben nach Angaben der palästinensischen Behörden elf Menschen.

Außerdem wird Israel weiter von Gewalt zwischen jüdischen und arabischen Israelis erschüttert. In der Nacht auf Samstag setzten junge Palästinenser in Shuafat in Ost-Jerusalem Barrikaden in Brand. Die israelische Polizei setzte Tränengas ein. Seit Wochenbeginn wurden wegen der Gewaltausbrüche innerhalb des Landes schon mehr als 750 Menschen festgenommen.

Die USA schickten wegen des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern ihren Nahost-Gesandten Hady Amr nach Israel. Er werde Gespräche mit israelischen Regierungsvertretern und palästinensischen Verantwortungsträgern führen und für „nachhaltige Ruhe“ werben, sagte die Vize-Sprecherin des US-Außenministerium, Jalina Porter.


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