Deutlich geringere Beteiligung bei ÖH-Wahl

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Bei den Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) zeichnet sich weiter ein deutliches Absinken der Wahlbeteiligung ab. Bis 14 Uhr hatten erst 15 Prozent der 345.000 wahlberechtigten Studenten an öffentlichen und privaten Unis, Fachhochschulen (FH) und Pädagogischen Hochschulen (PH) ihre Stimme abgegeben. Die Wahllokale schließen im Lauf des Nachmittags, bei der letzten ÖH-Wahl 2019 betrug die Wahlbeteiligung am Ende 26 Prozent.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wollte das bei einem Lokalaugenschein beim Auszählen der Wahlkarten am Donnerstag Nachmittag noch nicht bewerten. „Die Wahlbeteiligung ist so, wie sie ist.“ Dies müsse man zur Kenntnis nehmen. Das starke Absinken habe sicher mit der Corona-Pandemie zu tun, aufgrund derer viele Studenten nicht an den Hochschulen sind - „aber vielleicht nicht nur“.

Auf die Frage, ob diese Beteiligung den Kritikern der ÖH recht gebe, meinte Faßmann:“ Ich gehöre nicht zu den Kritikern.“ Er wolle eine starke ÖH haben, die die Interessen der Studierenden entsprechend vertreten könne. Deshalb müsse man nun einen Nachdenkprozess und eine ordentliche Analyse einleiten, um die Gründe zu finden. Offenbar habe es starke Unterschiede bei der Beteiligung je nach Hochschule gegeben - diese reichten von einstelligen Ergebnissen bis zu Werten über 30 Prozent. Ähnlich äußerte sich auch ÖH-Vorsitzende Sabine Hanger von der ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG). Nach dem Wahltag müsse man versuchen, die einzelnen Ergebnisse einzuordnen und schauen, was man besser machen könne.

Erste Ergebnisse dürften am frühen Abend eintreffen. In der Nacht auf Freitag soll auch schon ein Endresultat vorliegen.

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