3.200 Anrufe beim Rauchfrei Telefon im Corona-Jahr 2020

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zählte zudem insgesamt 152.000 Besucher. Das sind im Schnitt 800 am Tag - mit der höchsten Zugriffsrate am 25. März, eine Woche nach Beginn des ersten Lockdowns, teilte die Gesundheitskasse ÖGK am Dienstag anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai mit.

Im europäischen Vergleich liege Österreich bei den täglich Rauchenden mit rund 20 Prozent über dem Durchschnitt. Nikotinabhängigkeit ist laut dem Epidemiologiebericht Sucht 2020 der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) die am weitesten verbreitete Sucht im Land und inklusive Passivrauchen gemäß aktueller Schätzungen für 15 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, warnte die ÖGK in einer Aussendung.

Belastungssituationen wie Kurzarbeit, Home-Office und Home-Schooling könnten dazu verleiten, sich mit übermäßigem Tabakkonsum über die Runden zu retten. Aber: „In der Krise steckt auch eine Chance“, riet Sophie Meingassner, fachliche Leiterin beim ÖGK-Rauchfrei Telefon, den Betroffenen, mit den Unterstützungsangeboten von der telefonischen Beratung über die Rauchfrei App bis zum Online-Gruppenentwöhnungsprogramm professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Ärzteinitiative gegen Raucherschäden und die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher machten indes zum Weltnichtrauchertag in Stellungnahmen auf das Problem von im Freien achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln aufmerksam. Diese bergen nicht nur Brandgefahr, sondern ihre „hohe Zahl gefährdet uns alle“, betonten die Mediziner Kurt Aigner und Manfred Neuberger von der Ärzteinitiative gegenüber der APA. „Sie sind ein Problem infolge der Belastung unserer Umwelt als Müll, aber auch durch ihre toxischen Inhaltsstoffe, sowie dem (z.B. durch die Zerreibung der Filter durch Autoreifen) entstehenden Feinstaub, der bei der Atmung tief in die Lunge eindringt.“

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