Biden-Putin-Gipfel am 16. Juni in Genf

  • Artikel
  • Diskussion

Wien ist im Rennen um einen russisch-amerikanischen Präsidentengipfel neuerlich leer ausgegangen. Wie das Weiße Haus am Mittwochvormittag (Ortszeit) mitteilte, werden sich US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin am 16. Juni in Genf treffen. Kurze Zeit später bestätigte auch der Kreml die Westschweizer UNO-Stadt als Gipfelort.

Bei dem Gipfel soll „die ganze Palette an Themen“ in den bilateralen Beziehungen angesprochen werden, sagte Bidens Sprecherin Jen Psaki. Biden, der im Juni nach Europa reisen wird, hatte Putin im April inmitten angespannter Beziehungen ein Gipfeltreffen in einem Drittstaat vorgeschlagen. Österreich hatte sich daraufhin offensiv als möglicher Gipfelort angeboten. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) telefonierte zu diesem Zweck auch mit Kreml-Chef Putin.

Beim letzten Gipfel von den USA und Russland im Jahr 2018 war Helsinki zum Zug gekommen. Damals soll Moskau Österreich als Ort für das erste Treffen Putins mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump präferiert haben. Nachdem es dafür zunächst auch Unterstützung des damaligen US-Präsidenten gegeben habe, sei diese Idee am Widerstand von Spitzenberatern Trumps gescheitert und Helsinki zum Austragungsort gekürt worden, schrieb Bolton in seinem 2020 veröffentlichten Enthüllungsbuch „The Room Where It Happened: A White House Memoir“.

Helsinki bot sich auch diesmal als Austragungsort an, doch gaben Beobachter der finnischen Hauptstadt nur wenig Chancen, nachdem Putin den US-Präsidenten dort vorgeführt hatte. In Medien war daraufhin spekuliert worden, dass die Wahl auf Österreich, die Schweiz oder einen „russlandfreundlichen“ NATO-Staat fallen könnte. Die US-Geschäftsträgerin in Wien, Robin Dunnigan, hielt sich vor zwei Wochen im APA-Interview bedeckt auf Fragen nach den Chancen Wiens. „Aber ich sage so viel: Österreich ist seit Jahrzehnten ein unglaublich zuvorkommender und großzügiger Gastgeber für internationale Verhandlungen und wir schätzen die Gastfreundschaft Österreichs“, so Dunnigan.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren


Schlagworte