Angriff in Burkina Faso - Hunderte Tote - Staatstrauer

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Bei einem Überfall im westafrikanischen Burkina Faso sind mehr als 100 Menschen getötet worden. Der „barbarische Angriff“ habe sich in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet, sagte der Präsident Roch Kabore am Samstag auf Facebook. Bewaffnete hätten das Dorf Solhan in der nördlich gelegenen Sahel-Region angegriffen, hieß es weiter. Es ist der Angriff mit den meisten Todesopfern seit Jahren.

Der staatlichen Nachrichtenagentur AIB zufolge wurden die Menschen regelrecht „exekutiert“. Demnach sollen die Angreifer auch Gebäude und den Markt in Brand gesetzt haben. Auch könne die Zahl der Opfer weiter steigen, meldete AIB.

Er habe eine dreitägige Staatstrauer angeordnet, sagte Kabore. Sicherheitskräfte seien bereits unterwegs um die Täter der „schändlichen“ Tat aufzuspüren und „außer Gefecht zu setzen“. Über die Identität und das Motiv der Täter gab es keine weiteren Informationen.

Burkina Faso liegt in der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Dort sind bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige dem Islamischen Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen haben. Burkina Faso blieb lange von Attacken verschont, doch stieg ihre Zahl seit 2015 deutlich an. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht.

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