Britische Regierung teilt weitere Corona-Pläne mit

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Der britische Premier Boris Johnson will am Montag seinen weiteren Fahrplan für die Corona-Maßnahmen bekanntgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob am 21. Juni wie zunächst geplant alle noch geltenden Corona-Beschränkungen in England aufgehoben werden. Wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus gilt es zunehmend als unwahrscheinlich, dass der „Tag der Freiheit“ am angepeilten Datum stattfinden wird.

Durch die letzte geplante Lockerungsstufe könnten etwa Nachtklubs wieder aufsperren und Theater wieder ihre Säle voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben in England bereits seit Wochen wieder auf. Die Regierung soll Berichten zufolge erwägen, die Lockerungen um einige Wochen zu verschieben, damit bis dahin ein noch größerer Teil der Bevölkerung vollständig geimpft ist. Bislang gilt das für rund 55 Prozent der erwachsenen Briten.

Bei der Delta-Variante gilt die zweite Dosis als noch entscheidender für einen wirksamen Schutz. Nach nur einer Impfdosis fällt die Schutzwirkung der Impfstoffe ersten Erkenntnissen zufolge deutlich geringer aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Großbritannien zuletzt wieder auf über 50, nachdem sie wochenlang sehr niedrig war. Die Delta-Variante macht mittlerweile die große Mehrheit der Fälle aus. Wissenschafter warnen trotz der hohen Impfquote vor einer massiven dritten Corona-Welle.

Schottland, Wales und Nordirland, die anderen Landesteile Großbritanniens, entscheiden eigenständig über ihre Corona-Maßnahmen, die sich aber nur im Detail unterscheiden. Teilweise sind dort geplante Lockerungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits verschoben worden.


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