Weltflüchtlingstag: Österreich hilft Venezuela und Kolumbien

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Anlässlich des Weltflüchtlingstags am Sonntag wird die Bundesregierung zwei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für Venezuela und Kolumbien freigeben. Darüber hinaus erhöht Österreich seinen freiwilligen Kernbeitrag für die Arbeit des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) um 1,6 Millionen Euro auf insgesamt über 2,1 Millionen Euro im Jahr 2021, teilte das Außenministerium der APA mit. Der Beschluss erfolgt demnach am kommenden Mittwoch im Ministerrat.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bezeichnete die Vervierfachung der Unterstützung des UNHCR als einen „wichtigen Beitrag für diese globale humanitäre Flüchtlingshilfsorganisation“. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) begründete die Maßnahmen damit, dass die Pandemie in weiten Teilen der Welt „ein Brandbeschleuniger der ohnehin schon prekären Situation für Flüchtlinge“ sei.

Die österreichischen Mittel sollen außerdem zur Bekämpfung der humanitären Krise in Venezuela und Kolumbien beitragen. „Die Abwärtsspirale einer zunehmend verfallenden Wirtschaft in Venezuela aufgrund jahrelanger sozialistischer Misswirtschaft hat die größte Flucht- und Migrationsbewegung der jüngeren Vergangenheit in Südamerika hervorgerufen“, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). „Österreich hilft in dieser Situation erneut mit konkreter Hilfe vor Ort“.

Der Bevölkerung fehle es nicht nur an lebensnotwendigen Gütern, sondern auch am Zugang zu Trinkwasser. Mehr als 1,8 Millionen Menschen seien bereits ins Nachbarland Kolumbien geflohen, das somit direkt von der Krise betroffen ist. Insgesamt mussten bereits 5,4 Millionen Venezolaner ihre Heimat verlassen. Kolumbien wurde außerdem durch jahrzehntelange interne Konflikte schwer in Mitleidenschaft gezogen. Diese führten dazu, dass rund 8,1 Millionen Menschen ihren Wohnort verließen und zu internen Vertriebenen wurden.

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