Parov Stellar stellt bildende Kunst in Linzer Museum aus

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Der international erfolgreiche Musikproduzent und DJ Parov Stelar stellt erstmals als bildender Künstler in einem Museum aus. Das Franciso Carolinum in seiner Heimatstadt Linz präsentiert ab Freitag bis 15. September 25 großformatige Gemälde des als Marcus Füreder Geborenen. Dazu kommen noch NFTs (Non-Fungible-Tokens).

Nur wenige wissen, dass der heute 46-Jährige Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz und in Berlin studiert hat. „Ich bin ein Maler, der vor 20 Jahren zu musizieren angefangen hat“, erläuterte er in einer Presseführung am Donnerstag. Er gestaltet auch seine CD-Covers und Bühnenshows selbst. In der Ausstellung ist er an der Wand mit „Ohne Bildkunst gibt es für mich keine Musik. Tatsächlich hat sie für mich immer größere Bedeutung“ zitiert. „PAROV STELAR. I‘ll be OK soon“ zeigt von seiner Musik untermalte Bilder aus den vergangenen eineinhalb Jahren, in denen er sich u.a. mit Ängsten seiner Vergangenheit auseinandersetzt, und auch eine Hommage an seine ebenfalls bildnerisch tätige Mutter Margit Füreder. Ihre Titel lauten entsprechend: „hello mom!“, „I am not afraid“, „Black widow“ oder „Brass Devil“ und gaben der Schau den Namen.

Die Ausstellung kam innerhalb von nur fünf Wochen zustande, schilderte der Direktor der OÖ Landes-Kultur GmbH Alfred Weidinger in der Presseführung. Er hatte von einem Journalisten den Hinweis auf die Werke von einem Marcus Füreder bekommen. Dieser Name und auch die Erläuterung Parov Stelar habe ihm nichts gesagt, gestand er ein. „Ich war damit der einzige der 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GmbH!“. Anfangs habe er sich noch gedacht. „Naja, ein Musiker, der halt malt.“ Der Besuch in dessen Atelier habe ihn jedoch überwältigt: „Ein Künstler, der malt, was er gerade erlebt und was ihn beschäftigt. Ich bin super happy über die Ausstellung“.

Umgekehrt streute ihm Parov Stelar Rosen: „Was meine Therapeutin in 15 Jahren nicht geschafft hat, wusste er nach zwei Minuten, und ich war überzeugt: Der hat eine Vision.“ Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) als Kulturreferent freut sich über die daheim zustande gekommene Schau. „Parov Stelar ist wie wenige Österreicher musikalisch ein Weltkünstler, er hätte überall ausstellen können“. Die Rede ist von Anfragen aus anderen Häusern, die aber noch nicht genannt werden. Wer Stelar nur hören will, hat dazu in Österreich beim Szene Openair am 29. Juli am Alten Rhein in Lustenau und beim Nova Rock Encore am 11. September im Stadion Wiener Neustadt Gelegenheit.

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