Durchsuchungen in Deutschland zu Wien-Anschlag

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Rund um den radikal-islamisch motivierten Anschlag in Wien im November des Vorjahres haben deutsche Ermittler die Wohnungen von zwei mutmaßlichen Mitwissern der Tat durchsucht. Im Visier der Ermittler stünden der kosovarische Staatsangehörige Blinor S. sowie der Deutsche Drilon G., deren Wohnungen in Osnabrück und Kassel gestürmt worden seien, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe am Mittwoch mit. Ihnen wird vorgeworfen, die Sicherheitsbehörden nicht gewarnt zu haben.

Spezialkräfte der Bundespolizei, die Sondereinheit GSG 9 sowie Beamte des Bundeskriminalamtes seien im Einsatz gewesen, hieß es. Grundlage des Einsatzes seien Durchsuchungsbeschlüsse des deutschen Bundesgerichtshofs gewesen.

Am 2. November 2020 hatte der 20-Jährige Kujtim F. in der Wiener Innenstadt mit mehreren Schusswaffen vier Menschen getötet und zahlreiche weitere teilweise schwer verletzt. Der Attentäter wurde von der Polizei erschossen. Die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) reklamierte die Tat im Anschluss für sich. Die beiden der Mittäterschaft beschuldigten Männer verfolgen laut Generalbundesanwalt ebenfalls eine radikal-islamische Gesinnung. Sie standen demnach schon längere Zeit vor der Tat in Wien in Kontakt mit dem Attentäter.

Beide Beschuldigte seien im Juli 2020 für mehrere Tage nach Wien gereist und hätten auch in der Wohnung des Attentäters übernachtet, erinnert die Bundesanwaltschaft an bekannte Informationen. Es sei zu Treffen weiterer Personen aus dem islamistischen Spektrum Österreichs und der Schweiz gekommen. „Aufgrund der engen persönlichen Beziehung zum Attentäter und ihrer gemeinsamen radikal-islamischen Gesinnung hielten es die beiden Beschuldigten spätestens seit diesem Besuch zumindest für möglich, dass Kujtim F. seine bereits zuvor gegenüber Dritten offen geäußerten Anschlagsabsichten in die Tat umsetzen würde“, erläuterte die Sicherheitsbehörde. Dies hätten die Beschuldigten „billigend in Kauf“ genommen. Zudem hätten sie damit begonnen, ihre Verbindungen zum Täter zu verschleiern, indem Inhalte auf Mobiltelefonen und in Sozialen Medien gelöscht worden seien.

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Unter den Todesopfern in Wien befand sich auch eine 24 Jahre alte deutsche Staatsangehörige. Vier weitere Deutsche wurden verletzt.


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