Marie-Luisa Frick auf Shortlist für „Tractatus“-Preis

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Die in Osttirol geborene Philosophin Marie-Luisa Frick befindet sich unter den sieben diesjährigen Nominierten für den mit 25.000 Euro dotierten Essay-Preis „Tractatus“ des Philosophicums Lech. Sie wurde für ihr Werk „Mutig denken. Aufklärung als offener Prozess“ auf die Shortlist gereiht. Wer den Preis erhält, wird Anfang September bekannt gegeben. Die Verleihung soll - sofern es die Pandemie zulässt - am 24. September im Rahmen des Philosophicums stattfinden.

Die dreiköpfige Jury - bestehend aus der Philosophin Barbara Bleisch, dem Autor und ehemaligen Verleger Michael Krüger sowie dem Autor und Journalisten Thomas Vasek - nominierte neben Frick die Werke von fünf deutschen Schriftstellern und eines in Deutschland lebenden gebürtigen Südkoreaners.

Gelistet wurden außer Frick Wolfram Eilenberger für „Feuer der Freiheit. Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)“, Byung-Chul Han für „Undinge: Umbrüche der Lebenswelt“, Christoph Möllers für „Freiheitsgrade: Elemente einer liberalen politischen Mechanik“, Richard David Precht für „Von der Pflicht: Eine Betrachtung“, Birgit Recki für „Natur und Technik. Eine Komplikation“ sowie Jörg Scheller für „Identität im Zwielicht: Perspektiven für eine offene Gesellschaft“. Bisherige Preisträger sind Franz Schuh (2009), Kurt Flasch (2010), Norbert Bolz (2011), Herbert Schnädelbach (2012), Kurt Bayertz (2013), Peter Bieri (2014), Ulrich Greiner (2015), Hartmut Rosa (2016), Ralf Konersmann (2017), Thomas Bauer (2018), Lisa Herzog (2019) und Roberto Simanowski im vergangenen Jahr, in dem das Philosophicum Lech pandemiebedingt ausfallen musste.

Der von privaten Sponsoren finanzierte Preis - er gehört zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum - wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. „Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern“, erläuterte der wissenschaftliche Philosophicum-Leiter Konrad Paul Liessmann. Berücksichtigt würden dabei besonders die Relevanz des Themas, die sprachliche Gestaltung sowie die Originalität des Denkansatzes.

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Im heurigen Jahr widmet sich das Philosophicum Lech von 22. bis 26. September dem Thema „Als ob! Die Kraft der Fiktion“. Es handelt sich dabei um die im vergangenen Jahr abgesagte Auflage.

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