Nach Unruhen Militärpatrouillen in Südafrika begonnen

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Nach tagelangen gewalttätigen Protesten und Plünderungen hat das Militär in Südafrika in den betroffenen Regionen mit Patrouillen begonnen. Nach offiziellen Angaben gab es bisher mindestens 32 Tote und zahlreiche Verletzte, darunter Polizisten. Angesichts einer Überzahl von Plünderern schritt die Polizei an vielen Orten erst relativ spät ein. Es gab bisher insgesamt knapp 500 Festnahmen.

In der Provinz Kwazulu-Natal seien insgesamt 26 Menschen ums Leben gekommen, erklärte der Regierungschef der Provinz, Sihle Zikalala, auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Aus der Provinz Gauteng waren bereits am Montag sechs Tote gemeldet worden.

Was als Protest gegen die Inhaftierung von Ex-Präsident Jacob Zuma begann, hat sich innerhalb weniger Tage zu großflächigen Ausschreitungen entwickelt. Diese hätten wichtige Lieferketten unterbrochen, die Südafrika innerhalb weniger Wochen „einem großen Risiko von Lebensmittel- und Medikamentenunsicherheit aussetzten könnten“, warnte der aktuelle Präsident Cyril Ramaphosa am Montagabend in einer Fernsehansprache. Besonders während der Corona-Pandemie könne das lebensbedrohliche Folgen haben.

Betroffen sind vor allem die nördliche Provinz Gauteng mit der Wirtschaftsmetropole Johannesburg und der Hauptstadt Pretoria sowie Zumas östliche Heimatprovinz KwaZulu-Natal. In der dort besonders stark betroffenen Hafenstadt Durban teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit, dass es wegen der Proteste bei den städtischen Versorgungsdiensten - etwa der Wasserversorgung - zu Problemen kommen könne. Dringende Reparaturarbeiten könnten nicht ausgeführt werden.

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Zuma war vergangene Woche wegen Missachtung der Justiz zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden, die er am späten Mittwoch antrat. Er muss sich vor einer Untersuchungskommission wegen verschiedener Korruptionsvorwürfe während seiner Amtszeit (2009-2018) verantworten, war aber einer Vorladung nicht gefolgt.


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