Taliban ermordeten Regierungssprecher in Kabul

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Die radikalislamischen Taliban haben am Freitag nach eigenen Angaben den Chefsprecher der Regierung und des Präsidenten ermordet. Ein Vertreter des Innenministeriums in Kabul bestätigte, dass Dawa Khan Menapal getötet worden sei. Wer für die Tat verantwortlich sei, sagte er nicht. Bei ihrer jüngsten Offensive eroberten die Taliban indes erstmals eine Provinzhauptstadt, wie die Polizei mitteilte.

Die Stadt Saranj in Nimros im Süden des Landes sei von den radikalen Islamisten eingenommen werden, so die Provinzpolizei am Freitag. Deren Sprecher machte das Ausbleiben von Verstärkungen durch die Zentralregierung in Kabul für die Niederlage verantwortlich.

Nach dem Abzug der internationalen Truppen aus dem Land treiben die Taliban ihre Offensive gegen die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul voran. Sie haben bereits etliche Bezirke und Grenzübergänge des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. In Europa ist zuletzt indes erneut eine Diskussion um verstärkte Flüchtlingsbewegungen aus Afghanistan und die Abschiebung abgelehnter Asylwerber in das Land entbrannt.


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