Weltrekordler Kipchoge wiederholt Marathon-Triumph von 2016

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Der Kenianer Eliud Kipchoge hat am Sonntag im Olympia-Marathon von Sapporo seinen Rio-Titel erfolgreich verteidigt. Der 36-jährige Weltrekordler siegte bei heißen und schwülen Verhältnissen in 2:08:38 Stunden souverän. Silber holte Abdi Nageeye (NED/2:09:58), Bronze Bashir Abdi (BEL/2:10:00). Österreichs Rekordhalter Peter Herzog belegte in 2:22:15 Platz 61. Lemawork Ketema musste mit muskulären Problemen frühzeitig aufgeben.

Kipchoge ist erst der dritte Läufer der Geschichte, der einen Olympiasieg über die 42,195 Kilometer wiederholte. Zuvor war dies dem Äthiopier Abebe Bikila (1960/64) und Waldemar Cierpinski aus der DDR (1976/80) gelungen.

Die Topläufer legten zügig los, beim Halbmarathon mit der Durchganszeit von 1:05:13 Stunden war die Spitzengruppe immer noch 31 Mann stark. Im weiteren Verlauf wurde diese aber schnell kleiner, nach 30 Kilometern setzte sich Kipchoge mit einer Tempoverschärfung von seinen letzten Kontrahenten alleine ab und stürmte noch zu einem überlegenen Erfolg.

Herzog, seit Oktober 2020 ÖLV-Rekordler mit 2:10:06 Stunden, und Ketema (Bestzeit 2:10:44) waren es freilich langsamer angegangen, sie fanden sich rasch in verschiedenen Verfolgergruppen wieder. Herzog ging bei der Halbmarathonmarke mit 1:07:44 Stunden (+2:31 Min.) durch. Ketema hatte da bereits wegen muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel, die ihn schon länger beschäftigen, zwischen Kilometer 13 und 16 aufgegeben. Auch einige andere Läufer mussten mit Muskelkrämpfen bereits früh aussteigen. Im späteren Verlauf forderten die Bedingungen noch zahlreiche weitere Aufgaben.

Gestartet wurde das Rennen bei 27 Grad Celsius Lufttemperatur und 77 Prozent Luftfeuchtigkeit. Eigentlich hatten die Organisatoren gehofft, dass die äußeren Bedingungen auf der Insel Hokkaido angenehmer als in der hitzegeplagten Hauptstadt Tokio sein würden. Der Plan ging aber nicht auf.


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