US-Militär führt Corona-Impfpflicht für Soldaten ein

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Für die Soldatinnen und Soldaten der US-Streitkräfte soll spätestens ab 15. September eine Impfpflicht gegen das Coronavirus gelten. Das ging am Montag aus einem Schreiben von Verteidigungsminister Lloyd Austin hervor. Falls die Impfungen schon vorher eine reguläre Zulassung der zuständigen US-Behörde FDA bekämen, könnte die Impfpflicht schon früher eingeführt werden, erklärte Austin.

In den US-Streitkräften dienen mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten, von denen rund 1,05 Millionen bereits vollständig geimpft sind, wie Daten des Pentagons zeigen. Präsident Joe Biden muss der Anordnung noch zustimmen - das gilt aber als reine Formsache. Biden erklärte in einer Stellungnahme umgehend, dass er Austins Vorgehen voll unterstütze. „Diese Impfungen werden Leben retten. Punkt. Sie sind sicher. Sie sind wirksam“, so Biden. Alle Menschen in den USA sollten so schnell wie möglich geimpft werden, vor allem angesichts der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus, fügte er hinzu.

Derzeit gilt für die Corona-Impfstoffe noch eine Notfallzulassung der FDA. US-Medienberichten zufolge könnte es aber schon in wenigen Wochen eine reguläre Zulassung für den Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech geben. Für Soldatinnen und Soldaten des US-Militärs gibt es schon jetzt mehrere verpflichtende Impfungen - diese beruhen aber auf regulären FDA-Zulassungen.

In den USA ist bisher die Hälfte der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft. Unter den Erwachsenen sind bisher 61 Prozent der Menschen abschließend geimpft.


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