100 Jahre Burgenland: Eröffnungsgala auf Burg Schlaining

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Am Samstagabend ist die Jubiläumsausstellung „Wir sind 100. Burgenland schreibt Geschichte“ auf der Burg Schlaining im Beisein von Prominenz aus Politik und Kultur im Südburgenland eröffnet worden. Zwischen musikalischen Darbietungen und feierlichen Worten von Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) sorgte ein Disput zwischen einem auftretenden Musiker und Alfons Haider, dem Moderator des Abends, für Irritationen.

Die Ausstellung mit mehr als 850 Objekten bietet eine multimediale Zeitreise durch die hundertjährige Geschichte des jüngsten Bundeslandes. In zwölf Themenbereichen sollen Besuchern die wichtigsten Stationen der Geschichte von der Entstehung des Burgenlandes über die Auswanderungswellen und Fluchtbewegungen, die Kriegszeit und Flüchtlingskrisen bis zu den Auswirkungen der Tourismuswirtschaft in der Jetztzeit nähergebracht werden.

Landeshauptmann Doskozil erinnerte in seiner Festansprache an die schwierige Zeit nach der Landwerdung und die „dunklen Kapitel“ in der Geschichte des Burgenlandes. „Wenn wir heraufgehen in der Entwicklung nach jener grausamen Zeit und in die Welt blicken, können wir heute stolz und zufrieden sein, wie es uns im Burgenland, wie es uns in Österreich geht“, sagte der Landeshauptmann.

Als Zeitzeuginnen waren die aus dem Mittelburgenland stammende Widerstandskämpferin gegen die Nationalsozialisten Käthe Sasso und die ehemalige DDR-Bürgerin Regine Engelschalk geladen. Die 90-jährige Sasso mahnte, nie aufzuhören über die schrecklichen Ereignisse zu erzählen. Engelschalk war in den 1970er-Jahren nach einem misslungenen Fluchtversuch durch den Neusiedler See mit einem selbst gebastelten Tauchanzug für zwei Jahre inhaftiert worden. Ihr Tauchanzug von damals ist in der Ausstellung zu sehen.

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Aus dem musikalischen Programm des Abends stach vor allem die von Christian Kolonovits neu arrangierte Landeshymne heraus. Für eine kroatische Strophe sorgte der via Videowand zugeschaltete Willi Resetarits.

Eine der auftretenden Bands war das burgenländische Popduo Cari Cari. Wie auf einem der APA vorliegende privaten Videomitschnitt zu hören ist, kritisierte Sänger und Gitarrist Alexander Köck während seines Auftritts, dass die Orchestermusiker der Eröffnungsgala nur 30 Euro Gage erhalten würden. Das habe er im Gespräch mit einem der Musiker erfahren. Es sei „beschämend“ angesichts der Tatsache, dass genug Geld für zwei Intendanten bei den Seefestspielen Mörbisch vorhanden sei.

Generalintendant Alfons Haider, der erst kürzlich mit finanziellen Streitigkeiten bei den Seefestspielen konfrontiert war, warf Köck in einer direkten Replik „Unterstellungen“ vor: „Wir haben nicht zwei Intendanten, wir haben einen künstlerischen Leiter und einen Intendanten.“ Man solle vorsichtig sein mit Behauptungen nach dem Motto „die da oben sind immer die Verbrecher“, so ein hörbar empörter Haider.

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