Einigung auf Waffenruhe für südsyrische Stadt Daraa

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Im Konflikt um die Kontrolle über die Stadt Daraa im Süden Syriens haben die Regierungstruppen und Rebellen eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart. Die Einigung sei nach Gesprächen mit der russischen Armee erzielt worden, erklärte der Sprecher lokaler Koordinierungsausschüsse am Samstagabend. Die Gespräche sollten weitergehen, um ein endgültiges Abkommen zu erzielen.

Die Stadt Daraa gilt als Wiege des Aufstands in Syrien, der vor mehr als zehn Jahren begonnen hatte. Die Rebellen gaben die Stadt 2018 nach einer Einigung mit Syriens engem Verbündeten Russland auf und händigten ihre schweren Waffen aus. Teile der Stadt blieben jedoch unter Kontrolle von Regierungsgegnern. Diese Gebiete werden seit Wochen von Regierungstruppen belagert und immer wieder beschossen.

Die Anhänger des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad kontrollieren mittlerweile rund zwei Drittel des Landes. Russland will verhindern, dass der Iran seinen militärischen Einfluss im Süden Syriens ausbaut. Teheran ist neben Russland Assads wichtigster Verbündeter in dem Bürgerkrieg. Der Iran sieht im benachbarten Israel einen Erzfeind. Daraa liegt nahe der von Israel besetzten syrischen Golanhöhen.


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