Coronavirus erwischt zu fast zwei Dritteln unter 35-Jährige

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Fast zwei Drittel aller Personen, die sich in der vorigen Woche in Österreich mit dem Coronavirus infiziert haben, sind jünger als 35. Von den 5.934 zwischen 9. und 15. August behördlich gemeldeten Fällen entfielen 64,2 Prozent - in absoluten Zahlen 3.816 - auf diese Gruppe. Auffallend: Die Sechs- bis 14-Jährigen tragen mit einem Anteil von 10,7 Prozent mittlerweile mehr zum Infektionsgeschehen bei als die über 55-Jährigen, die insgesamt 10,5 Prozent ausmachen.

Wie aus der jüngsten von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vorgenommenen Aufschlüsselung nach Altersgruppen hervorgeht, sind die 15- bis 24-Jährigen mit 28,4 Prozent nach wie vor die am stärksten betroffene Altersgruppe. Ihr Anteil geht aber kontinuierlich zurück. In der letzten Juli-Woche machte er noch 37,9 Prozent aus, in der ersten August-Woche 32,9 Prozent. Dagegen steigt der Anteil der infizierten Sechs- bis 14-Jährigen merkbar - in der ersten August-Woche lag er mit 8,4 Prozent noch deutlich unter der Zehn-Prozent-Marke. Ein Zusammenhang mit der besonders infektiösen Delta-Variante und dem Umstand, dass unter Zwölfjährige nicht geimpft werden bzw. von den zwölf- bis 15-jährigen Buben und Mädchen derzeit weniger als drei Prozent gegen Covid-19 vollimmunisiert sind, dürfte nahe liegen.

Dass Impfen vor Ansteckung schützt, belegt ein Blick auf die Senioren. 92,20 Prozent der über 84-jährigen Männer und mehr als 83,43 Prozent der über 84-jährigen Frauen sind inzwischen vollständig geschützt. Österreichweit sind in der Vorwoche in der Gruppe der über 85-Jährigen gerade einmal 47 Neuansteckungen nachgewiesen worden - das entsprach 0,8 Prozent aller Fälle. In der Gruppe der 75-bis 84-Jährigen waren es 75 Infizierte bzw. 1,3 Prozent, bei den 65- bis 74-Jährigen 146 neue Fälle bzw. 2,5 Prozent. Von den 75-bis 84-Jährigen haben 88,32 Prozent der Männer und 84,54 Prozent der Frauen mittlerweile einen vollständigen Impfschutz erhalten, von den 65- bis 74-Jährigen 81,59 Prozent der Männer und 79,92 Prozent der Frauen. Dagegen sind in der Gruppe der am stärksten von Corona betroffenen Gruppe der 15- bis 24-Jährigen, die obendrein im Schnitt auf mehr Sozialkontakte kommen dürfte als die ältere Bevölkerung, erst 43,95 Prozent der Burschen und 45,08 der jungen Frauen vollimmunisiert.


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