Bundesforste laden zur „Wald der Zukunft“-Woche

  • Artikel
  • Diskussion

Den „Wald der Zukunft“ wollen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) Interessierten in ganz Österreich im Rahmen einer Themenwoche näher bringen. In 25 kostenlosen Führungen ab dem 3. September soll Interessierten aller Altersgruppen eine Antwort auf die Frage geliefert werden, wie die heimischen Wälder in 100 Jahren aussehen könnten. Der Wald ist dabei nicht nur Opfer von Klimaextremen, sondern kann dazu dienen, den Klimawandel wieder abzuschwächen.

All dies soll bei den Führungen näher gebracht werden: „Wir laden alle naturinteressierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen herzlich ein, sich selbst vor Ort ein Bild von den sichtbaren Auswirkungen der Klimakrise auf unsere Wälder zu machen und schon heute einen Blick in die Waldzukunft der nächsten hundert Jahre zu werfen“, wurde ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager am Donnerstag in einer Aussendung zitiert.

Den Bundesforsten setzt der Klimawandel bereits zu, die Reaktionen darauf beliefen sich alleine im Vorjahr bei 48 Millionen Euro, wie die ÖBf Ende Mai bekannt gegeben hatten. „Wetterextreme wie Stürme, Trockenheit oder Starkregen und der Waldschädling Borkenkäfer setzen unseren Wäldern Jahr für Jahr stärker zu. Das steht fest“, beschrieb der ÖBf-Vorstand die gegenwärtige Situation. Man habe daher für die 120 Forstreviere neue Strategien entwickelt, um die Wälder bis zum Jahr 2100 Schritt für Schritt klimafit zu machen. „Denn schließlich ist der Wald selbst auch unser bester Klimaschützer“, sagte Freidhager in einem Statement.

In Waldführungen wollen die Bundesforste in allen zwölf Forstbetrieben Einblicke in die Bewirtschaftung von heute und morgen geben. Man erfährt dort, welche Schäden die Klimakrise in den Wäldern bereits anrichtet, welche Baumarten den zukünftigen Bedingungen nicht standhalten werden und welche diese ersetzen werden. Experten wollen den Besuchern vermitteln, wie einförmige Fichten-Wälder zu artenreichen und von Natur aus nachwachsenden Mischwäldern umgebaut werden können. Am Ende der rund dreistündigen Führung werden zudem gleich klimafitte Jungbäume - Weiß-Tannen, Eichen oder seltene Baumarten - für den „Wald der Zukunft“ gepflanzt, auch für ein kleine Jause werde gesorgt.

)


Kommentieren


Schlagworte