Prozess in Wien nach Angriff auf Jogger in London

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Mit einer brutalen Attacke auf einen Jogger in London muss sich am Mittwoch ein Schwurgericht am Wiener Landesgericht auseinandersetzen. Ein junger Österreicher, der als Obdachloser in der englischen Hauptstadt lebte, soll am 12. April 2020 einen ihm völlig unbekannten Mann mit einer abgebrochenen Glasflasche angegriffen und den Jogger im Hals- und Kopfbereich schwer verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angreifer mit Tötungsvorsatz handelte.

Allerdings leidet der junge Österreicher einem psychiatrischen Gutachten zufolge an einer schweren paranoiden Schizophrenie und war daher im Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Ihm wird folglich mangels Schuldfähigkeit nicht versuchter Mord angelastet, die Anklagebehörde hat vielmehr seine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Die englischen Behörden hatten der Wiener Justiz die Strafverfolgung überlassen. Für die Verhandlung wurde vom Präsidium des Landesgerichts ein Fotografier- und Filmverbot im Gerichtssaal verhängt.


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