Explosion außerhalb des Flughafens in Kabul

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Außerhalb des Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul ist es zu einer Explosion gekommen. Das schrieb der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Donnerstag auf Twitter. Über mögliche Opfer sei bislang noch nichts bekannt. Das Ministerium werde weitere Details bekanntgeben, sobald diese verfügbar seien. In den vergangenen Tagen hatte es zunehmend Warnungen vor Terroranschlägen rund um den Flughafen in Kabul gegeben.

Das US-Verteidigungsministerium trat indes Befürchtungen entgegen, die Evakuierungsflüge der USA am Flughafen in Kabul könnten bereits mehrere Tage vor dem geplanten Abzug der amerikanischen Truppen enden. „Die Evakuierungsoperationen in Kabul werden nicht in 36 Stunden abgeschlossen sein“, twitterte Pentagon-Sprecher John Kirby. Die USA wollten bis zum Ende der Mission weiter „so viele Menschen wie möglich evakuieren“. Bis zum Monatsende am kommenden Dienstag wollen die USA ihre Truppen aus Kabul abziehen. Laut US-Angaben wurden am Mittwoch rund 13.400 Personen aus Afghanistan ausgeflogen. Damit steigt die Zahl der von den USA und ihren Alliierten seit dem 14. August evakuierten Menschen auf rund 95.700.

Belgien, Dänemark, Polen und Kanada stellten die Evakuierungen bereits ein, die Niederlande planten das noch für Donnerstag, Frankreich für Freitag. Auch der Evakuierungseinsatz der deutschen Bundeswehr soll in Kürze enden. Wie das österreichische Außenministerium in Wien mitteilte, arbeite das Krisenteam vor Ort weiterhin vehement daran, Österreicher und Afghanen mit einem Aufenthaltstitel in Österreich zu retten. Kritik an den Rettungsmaßnahmen gab es seitens der SPÖ.

Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag bei einem Krisentreffen die Konsequenzen aus den Entwicklungen in Afghanistan beraten. Dabei gehe es um Sicherheit und Immigration, teilte die slowenische Ratspräsidentschaft mit.

Unterdessen verlassen immer mehr Afghanen ihr Heimatland in Richtung Pakistan. Aktuell überquerten jeden Tag mindestens 10.000 Afghanen die Grenze, so ein Grenzbeamter. Zuvor seien es an normalen Tagen etwa 4.000 gewesen.

Südkorea teilte mit, dass das Land knapp 400 Afghanen aufnimmt. Die Türkei betonte, keine weiteren Flüchtling aufzunehmen. Man sei „niemandes Flüchtlings-Lagerhalle“, urgierte Präsidentensprecher Ibrahim Kalin.

Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag bei einem Krisentreffen die Konsequenzen aus den Entwicklungen in Afghanistan beraten. Dabei gehe es um Sicherheit und Immigration, teilte die slowenische Ratspräsidentschaft mit.


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