Salzburg vor Liga-Hit bescheiden: „Wissen um Stärke Rapids“

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Vor dem Fußball-Bundesliga-Schlager zwischen Red Bull Salzburg und Rapid am Sonntag (17.00 Uhr) spricht so gut wie alles für den Titelverteidiger. Die „Bullen“ spielen daheim, haben gegen die Hütteldorfer in den jüngsten 24 Duellen nur eine Niederlage kassiert, führen die Tabelle mit dem Maximum von 21 Punkten an und hatten nach ihrem Europacup-Einsatz zwei Tage länger Pause als die Wiener. Die weiteren Paarungen des Tages lauten Sturm-WSG Tirol und Austria Klagenfurt-LASK.

Salzburg-Coach Matthias Jaissle war bemüht, keine allzu große Siegessicherheit aufkommen zu lassen. „Wir machen sicher nicht den Fehler, uns auf die Tabelle zu konzentrieren. Wir wissen um die Stärke von Rapid. Das ist eine Mannschaft, die uns herausfordern wird“, betonte der Coach. Laut Jaissle waren die jüngsten Aufeinandertreffen beider Clubs „immer von harten Fights geprägt“. Auch in der Europa League gegen Genk (0:1) bestachen die Grün-Weißen durch großes Engagement, so Jaissle. „Sie konnten lange Zeit richtig gut mithalten. Es war eine tolle Partie.“

Bis Freitagmittag waren für das Spiel etwa 15.500 von 17.000 aufgelegten Karten verkauft. Das Kräftemessen mit Grün-Weiß liegt den „Bullen“-Anhängern besonders am Herzen, wie Jaissle bereits erfahren hat. „Ich weiß aus Gesprächen mit Fans um die Bedeutung dieser Partie.“ Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer hob indessen die Außenseiterrolle seiner Truppe hervor. „Klar spricht vieles gegen uns. Nur eine Top-Leistung kann da zu Punkten führen. Wir brauchen eine ausgesprochen gute Leistung, denn Salzburg ist das Nonplusultra in Österreich. Sie haben eine Top-Mannschaft.“

Sturm Graz will indessen nach der verpassten Überraschung in Monaco seinen nationalen Lauf gegen einen Lieblingsgegner fortsetzen. Mit dem Schicksal als Europacup-Mannschaft treffen die in der Bundesliga mittlerweile sechs Spiele ungeschlagenen Grazer ab 14.30 Uhr auf die WSG Tirol. Die am Tabellenende liegenden Wattener brauchen dringend Punkte, haben in sechs Duellen mit Sturm bisher aber nur einen einzigen geholt.

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„Sturm ist für uns offensichtlich der schwierigste Gegner“, befand WSG-Trainer Thomas Silberberger. Der Tiroler Langzeitbetreuer sieht die Latte dementsprechend hoch liegen. „Wir könnten mit einem Punkt bei Sturm sicher gut leben.“ Auch, weil der letzte Sieg in der Fremde vom 4. März datiert (5:3 beim WAC). Mit nur fünf Punkten - neun hinter den Grazern - könnte die Tabellensituation Silberberger auch beunruhigen. „Nach sieben Runden am Tabellenende zu stehen, ist kein angenehmes Gefühl, Panik habe ich aber noch keine“, betonte der Trainer und verwies auf die geringen Abstände.

Beflügelt vom jüngsten Befreiungsschlag in Helsinki macht der LASK in Klagenfurt Station. Der 2:0-Sieg in der Fußball-Conference-League hellte nach tristen Tagen die Linzer Stimmung auf, nun soll unter dem zum Cheftrainer beförderten Thalhammer-Co Andreas Wieland nach sechs sieglosen Partien auch in der Liga nachgelegt werden. Die Austria verteidigt zwei Punkte Vorsprung auf die Linzer und erwartet ein „offenes Match“.

„Ich will von den Jungs von der ersten Minute bis zum Abpfiff vollen Einsatz sehen - wenn wir so auftreten wie am Donnerstag, können wir auch in Klagenfurt eine gute Leistung bringen“, glaubt Wieland. Bei den Violetten hinterließ der respektable Saisonstart mit acht Punkten offenbar eine breite Brust. „Das Match ist völlig offen, da entscheidet wohl die Tagesform“, meinte Verteidiger Thorsten Mahrer. „Es geht wieder darum, kompakt zu stehen, wenig zuzulassen, aber auch mutig und mit der nötigen Konsequenz nach vorn zu spielen.“ Der Ex-Mattersburger setzt auch auf den Heimvorteil.


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