Viele Festnahmen nach Protesten auf Londoner Ringautobahn

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Die Londoner Ringautobahn M25 ist am Montag erneut zum Ziel von Klimaschutzaktivisten geworden. Wie die Polizei in der Grafschaft Hertfordshire nordwestlich von London mitteilte, wurden fast 30 Menschen am Montag festgenommen, nachdem sie sich an mehreren Ausfahrten am Asphalt festgeklebt und blaue Farbe auf die Fahrbahn geschüttet hatten.

Auch an der Themseüberquerung in Dartford östlich der britischen Hauptstadt gab es ein Dutzend Festnahmen, als Aktivisten versuchten, die Fahrbahn zu blockieren. Hinter den Sitzblockaden, die in der vergangenen Woche mehrmals für Staus und Verzögerungen auf Großbritanniens frequentiertester Autobahn gesorgt hatten, steckt die Gruppe Insulate Britain. Die Aktivisten machen sich für eine flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern in Großbritannien stark. Ein Sprecher kündigte an, die Proteste würden fortgesetzt, bis sich die Regierung den Forderungen der Gruppe beuge.

Verkehrsminister Grant Shapps rief die Demonstranten hingegen auf, die Proteste einzustellen. Die Aktionen seien vollkommen kontraproduktiv, „weil sie die Abgase produzieren, die sie eigentlich verhindern wollen, indem sie die Autos zum Stillstand bringen“, sagte Shapps am Montag. Der konservative Politiker schloss auch eine härtere Gangart der Polizei nicht aus, um die Proteste zu beenden.


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