Erster großer Prozess nach Polizeiaktion Operation Achilles

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Am Wiener Straflandesgericht findet am Mittwoch der erste große Prozess in der Causa „Operation Achilles“ statt. Bei der Polizeiaktionen gegen das Organisierte Verbrechen wurden weltweit mehr als 800 Verdächtige in 16 Ländern festgenommen, in Österreich gab es mehr als 80 Festnahmen. Nun steht in Wien ein 39-jähriger Serbe vor Gericht, der in der österreichischen Bundeshauptstadt kiloweise reines Kokain, aber auch Heroin und Marihuana übernommen und weitergegeben haben soll.

Durch die Polizeiaktion, die unter dem weltweiten Namen „Operation Trojan Shield“ lief, wurde eine riesige Tätergruppe zerschlagen. Die Bande agierte mit verschlüsselten Krypto-Handys, um abhörsicher untereinander zu kommunizieren. Diese Anom-Mobiltelefone wurden vorwiegend von führenden Rollen innerhalb dieser kriminellen Vereinigung genutzt, um Weisungen zu erteilen, Kontrolle auszuüben sowie Drogenhandel und Geldwäscherei über mehrere Länder hinweg zu koordinieren. Ein solches Krypto-Handy nutzte laut den Anschuldigungen auch der nun in Wien angeklagte Mann. Der 39-Jährige - anwaltlich vertreten von Philipp Wolm - soll im Auftrag der Bande im Tatzeitraum April bis Juni 2021 Suchtgift in größeren Mengen verteilt haben. Unter dem Pseudonym „Rokkki“ soll er etwa Kokain mit einem Reinheitsgehalt von 80 Prozent von Komplizen übernommen und an Abnehmer weitergereicht haben, wie die Entschlüsselung der Chats durch die Ermittler später ergaben.


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