Lille holt mit 2:1 gegen Reims 2. Saisonsieg in Ligue 1

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OSC Lille hat im siebenten Saisonspiel in der französischen Fußball-Ligue-1 erst den zweiten Sieg gefeiert. Der Titelverteidiger behielt am Mittwochabend zu Hause gegen Stade de Reims mit 2:1 die Oberhand und beendete damit eine Serie von drei sieglosen Pflichtspielen. In der Tabelle verbesserte sich die Truppe von Trainer Jocelyn Gourvennec auf Rang 14. Vor dem Champions-League-Gastspiel in Salzburg kommenden Mittwoch tritt Lille in der Liga am Samstag noch bei Straßburg an.

Jonathan David (31.) und Benjamin Andre (43.) waren für den Meister erfolgreich. Alexis Flips (74.) sorgte mit einem verwandelten Elfmeter noch einmal für Spannung im Finish.

Ebenfalls siegreich war AS Monaco. Sturms Europa-League-Gegner bezwang St. Etienne vor eigenem Publikum mit 3:1. Kevin Volland (27.) und ein Doppelpack von Wissam Ben Yedder (62./Elfmeter, 86.) brachten am Ende klare Verhältnisse. Auch für die Monegassen war es erst der zweite Triumph in der Meisterschaft. Sie liegen mit acht Zählern punktgleich vor Lille auf Platz 13.

An der Tabellenspitze behielt Paris St. Germain seine makellose Bilanz. Sieg Nummer sieben - ein 2:1 in Metz - fixierte Außenverteidiger Achraf Hakimi, der zuvor auch schon in Minute fünf getroffen hatte, erst in der 95. Minute. Lionel Messi fehlte verletzungsbedingt. PSG hat mit 21 Zählern ein Plus von sieben Punkten auf Verfolger Olympique Marseille, der bei Angers nur 0:0 spielte, allerdings auch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

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Keinen guten Abend erlebte Kevin Danso. Bei der 0:1-Niederlage von Lens zu Hause gegen Straßburg wurde der ÖFB-Teamkicker in der 50. Minute wegen eines schweren Fouls an Anthony Caci ausgeschlossen. Ganz anders die Situation bei Lorients Adrian Grbic. Der Stürmer stand beim 1:0-Heimsieg gegen Nizza erstmals in dieser Saison in der Startformation, ehe er in der 64. Minute ausgewechselt wurde. Zu dem Zeitpunkt kam auf der anderen Seite ÖFB-U21-Teamkapitän Flavius Daniliuc aufs Feld.

In Bordeaux hatte es vor dem 3:3 gegen Montpellier bei einem Angriff auf einen Fanbus 16 Leichtverletzte gegeben. Rund 50 Montpellier-Fans hätten den Bus aus Bordeaux an der Autobahnabfahrt abgepasst und angegriffen, berichtete die Zeitung „Le Parisien“. Etliche Krankenwagen rückten an, und die Sicherheitskräfte brachten die Lage bis Spielanpfiff um 19.00 Uhr unter Kontrolle. Auf einem Foto waren angegriffene Fans zu sehen, die auf dem Boden saßen und von Helfern versorgt wurden.

Binnen weniger Wochen handelt es sich um den dritten Ausbruch von Fan-Gewalt in Frankreichs 1. Liga. Am vergangenen Wochenende stürmten Fans beim Nordderby Lens gegen Lille in der Halbzeit aufs Spielfeld und gerieten aneinander, es wurde mit Stadionsitzen geworfen und es gab mehrere Verletzte. Ende August hatte es ein ähnliches Szenario bei Nizza - Marseille gegeben, als nach Provokationen Fans auf den Platz stürmten und Anhänger, Verantwortliche und Spieler handgreiflich wurden.


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