Sabitzer vor Färöer-Match: „Wir werden gewinnen, fertig“

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Auch wenn Österreichs Fußball-Nationalmannschaft als klarer Favorit ins WM-Qualifikationsspiel am Samstag gegen die Färöer geht, ist in Torshavn wohl kein Spaziergang zu erwarten. Der Gegner ist kampfkräftig und gut organisiert, das ÖFB-Team hat zahlreiche Ausfälle zu verkraften und muss sich obendrein auf einen ungewohnten Kunstrasenplatz und widrige Wetterbedingungen einstellen.

Dennoch sind drei Punkte das Ziel, wie Marcel Sabitzer am Dienstag im ÖFB-Camp in Wien betonte. „Die Umstände sind nicht alltäglich, aber wir müssen uns darauf einstellen. Wir werden die Aufgabe seriös angehen und das Spiel gewinnen, fertig“, versprach der Steirer.

Sabitzer rechnet mit einem Geduldspiel - nicht zuletzt deshalb, weil die Färinger vor einem Monat gegen Gruppenkrösus Dänemark erst in der 85. Minute das Tor zur 0:1-Niederlage kassierten. „Die werden ein Abwehrbollwerk hinstellen. Da gilt es, auf engstem Raum und Kunstrasen, Lösungen zu finden.“

Im Gegensatz zum September-Lehrgang hat Teamchef Franco Foda diesmal genügend Einheiten zur Verfügung, diese Lösungen zu erarbeiten. „Da können wir uns gut vorbereiten, müssen Schwerpunkte setzen, was den Matchplan betrifft, und dürfen keine Zeit verschwenden mit Sachen, die keine Rolle spielen.“ Die lange Ausfallsliste zu beklagen, bringe nichts. „Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenbringen, wollen uns gut vorbereiten und gewinnen, egal, wer auf dem Platz steht.“

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Vor allem in der Offensive ist der personelle Aderlass groß. Daher ist es denkbar, dass Sabitzer in einer vorgezogenen Rolle zum Einsatz kommt. „Dort, wo mich der Trainer aufstellt, werde ich mein Bestes geben“, meinte der 27-Jährige, der im Nationalteam sein bisher letztes Bewerbsspiel von Beginn an im EM-Achtelfinale gegen Italien bestritten hat. „Deshalb freue ich mich generell, dass ich hier sein kann und zu Einsatzzeiten komme. Das tut mir auch gut, ich brauche den Rhythmus.“

Bei der EURO legte Sabitzer pro Match im Schnitt 12,2 Kilometer zurück, laut UEFA-Statistik waren nur der Spanier Pedri und der Italiener Jorginho lauffreudiger. „Es zeichnet mich aus, dass ich immer viel abspule. Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft, das ist einfach meine Art“, erzählte der 54-fache ÖFB-Internationale.

Das EM-Abschneiden sei „ordentlich“ gewesen, so Sabitzer. „Aber dann gegen keine großen Nationen so abzuschließen, war nicht förderlich für die Stimmung“, erklärte der Deutschland-Legionär mit Blick auf den verkorksten September-Lehrgang, bei dem er gefehlt hatte. „Jetzt gilt es, mehr zu zeigen. Das ist unser Anspruch an uns selbst, dem wollen wir gerecht werden.“

Sollte man in den bevorstehenden beiden Partien den eigenen Ansprüchen nicht genügen, könnte dies das Ende von Foda als Teamchef bedeuten. Sabitzer meinte in diesem Zusammenhang: „Es gibt keinen, der Spiele abschenkt oder gegen den Trainer spielt. Wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen, das klappt nicht immer. Das bedeutet aber nicht, dass der Trainer schlechte Arbeit leistet.“ Allerdings gebe es bestimmte Mechanismen im Fußball, weshalb Trainer oft für Misserfolge den Kopf hinhalten müssten, berichtete Sabitzer.

Der Ex-“Bulle“ wechselte Ende August zum FC Bayern, wo er es bisher zumeist nur auf Kurzeinsätze brachte. Über seinen neuen Club wollte Sabitzer nicht viele Worte verlieren. „Ich möchte nicht unbedingt Fragen zu diesem Thema beantworten, jetzt geht es um die zwei Länderspiele“, verkündete der Grazer beim Dienstag-Pressetermin. „Aber ich habe mich gut eingelebt. Es macht Spaß, bei so einem großen Verein zu arbeiten. Mit der Zeit werden die Einsätze mehr werden.“ Mit Ex-Bayern-Profi David Alaba hat Sabitzer nach eigenen Angaben im ÖFB-Camp schon „stundenlang gequatscht“.


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