SPD, FDP und Grüne wollen am Montag weiter sondieren

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SPD, Grüne und FDP wollen ihre Sondierungen zur Bildung einer neuen deutschen Bundesregierung in der nächsten Woche fortsetzen und vertiefen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte nach einer ersten gemeinsamen Runde aller drei Parteien in Berlin, aufgrund des „guten Gesprächs“ sei verabredet worden, dass es an diesem Montag weitergehe. Zuvor hatte CDU-Chef Armin Laschet angedeutet, eigene Ambitionen für mögliche Jamaika-Verhandlungen mit Grünen und FDP zurückzustellen.

Das Wochenende solle genutzt werden, „um eine intensive Woche der Sondierungen vorzubereiten“, so Klingbeil. Für die Sondierungen einer Ampel-Koalition veranschlagen SPD, Grüne und FDP in der kommenden Woche zunächst drei weitere Tage. Vorgesehen seien intensive Gespräche am Montag, am Dienstag bis zum Mittag und dann wieder am Freitag, sagte Klingbeil. Die Unterbrechung in der Wochenmitte ist einer Reise von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in den USA geschuldet, der als deutscher Finanzminister von Dienstag bis Donnerstag nach Washington fliegt. Dort nimmt er an der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) teil. „Es gibt kein vereinbartes Ende der Sondierungsgespräche“, ergänzte FDP-Generalsekretär Volker Wissing.

CDU-Chef Laschet betonte unterdessen, dass die Union weiter für eine Jamaika-Koalition eintrete. „Das Angebot der CDU steht bis zur letzten Sekunde der Regierungsbildung“, sagte der Unionskanzlerkandidat in der Berliner CDU-Zentrale am Donnerstag. Er deutete zudem an, dass er sich für die Bildung eines Jamaika-Bündnisses notfalls vom Parteivorsitz zurückziehen würde. „Das große Projekt Jamaika wird nicht an der Person scheitern.“ Er kündigte zudem die Einberufung eines Parteitages an. Ort und Datum blieben aber zunächst offen.


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