Prozess in Budapest um Mord an Tunesier in Wien

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Eine 29-jährige Ungarin ist am Freitag wegen der Ermordung ihres Freundes im Frühjahr 2019 in Wien in der mittelostungarischen Stadt Szolnok vor Gericht gestanden. Laut Anklage habe sie den 32-Jährigen beraubt, erstochen und zerstückelt. Beim Opfer handelte es sich um den Sohn einer tunesischen Arztfamilie. Nach Auskunft des Gerichts legten die Angeklagte und ihre der Mittäterschaft beschuldigte Mutter als Zweitangeklagte am heutigen Prozesstag keine weiteren Geständnisse ab.

Während der Verhandlung wurden die im Fahndungsabschnitt abgelegten Geständnisse verlesen. Dabei hatte die Beschuldigte laut Medienberichten die Straftat in einer Vorverhandlung zugegeben, jedoch nicht gemäß der Anklageschrift: Es sei kein im Voraus geplanter Mord gewesen, vielmehr habe sie aus Notwehr gemordet, behauptete die 29-Jährige. Der Prozess soll am 15. November fortgesetzt werden.

Laut Anklageschrift habe die Beschuldigte anfangs als Prostituierte in Wien gearbeitet und so das Opfer kennengelernt. Der Mann dürfte im Zuge eines Streits in der gemeinsamen Wohnung von der damals 27-Jährigen mit mehreren Messerstichen getötet und zerstückelt worden sein. Die Leiche wurde in Koffern per Mietwagen nach Ungarn transportiert. Die Beschuldigte hatte sich den Ermittlern zufolge zuvor ihrer Mutter anvertraut.

Die beiden Frauen sollen die Leichenteile mit Säure übergossen und in Müllsäcken in einem Bewässerungskanal in Jászalsószentgyörgy, rund 350 Kilometer von Wien entfernt, deponiert haben. Jugendliche entdeckten die Müllsäcke etwa einen Monat später.

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