Krawalle bei Demo gegen 3G-Regel in Rom

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Bei einer Demonstration gegen die am Freitag geplante Einführung der 3G-Pflicht für alle italienischen Arbeitnehmer ist es am Samstag in Rom zu Krawallen gekommen. Demonstranten drangen in den Hauptsitz der stärksten italienischen Gewerkschaftsorganisation Cgil in Rom ein. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die auch Tränengas einsetzte. Auch in Mailand kam es zu Protesten.

Circa 10.000 Demonstranten hatten sich auf der zentralen Piazza del Popolo in Rom versammelt, um gegen die 3G-Pflicht zu protestieren. Die Demonstranten skandierten Slogans wie „Kein grüner Pass“ und „Freiheit, Freiheit“. Sie beschimpften den italienischen Premier Mario Draghi. Nachdem sie sich auf der Piazza del Popolo versammelt hatten, zogen sie durch die Straßen des Zentrums. Dabei wurden Feuerwerkskörper und Kracher geworfen.

Einige Demonstranten, die sich in Richtung des städtischen Parks Villa Borghese bewegten, versuchten, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Zwei Demonstranten gaben an, von einem gepanzerten Wagen der Polizei während der Auseinandersetzungen angefahren worden zu sein. Mehrere Demonstranten wurden von der Polizei angezeigt.

Einige hundert Demonstranten versuchten den Regierungssitz Palazzo Chigi zu erreichen. Eine Polizeisperre hielt sie jedoch vom Platz vor dem Regierungspalast fern. Unter den Demonstranten mischten sich Vertreter der rechtsextremen Partei Forza Nuova. Die Polizei warf Tränengas, um die Menge zu zerstreuen und weitere Zusammenstöße zu vermeiden.

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Auch in Mailand kam es zu Protestaktionen. Hunderte von Bürgern, die gegen den Grünen Pass protestierten, versammeln sich auf der Piazza Fontana, die zu einem traditionellen Treffpunkt für die Demonstrationen am Samstag geworden ist.

Die Einführung der 3G-Regel ab kommendem Freitag sorgt für Spannungen in Italien. Die Maßnahme ist durchaus unpopulär. Wer fünf Tage lang ohne eine Impfbescheinigung, einen negativen Test oder einem Zertifikat, dass er vom Coronavirus genesen ist, erscheint, wird ohne Gehalt vom Dienst suspendiert. Eine Kündigung ist aber ausgeschlossen. Die Regierung garantiert zudem einen Preis von 15 Euro für die Tests. Die Forderung der Gewerkschaften nach kostenlosen Tests für die Arbeitnehmer wurde von der Regierung abgelehnt.


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