Tiroler Kaiserjägermuseum zeigt Erste Weltkriegs-Propaganda

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Das Kaiserjägermuseum im Tirol Panorama zeigt ab 15. Oktober, wie die Tiroler Bevölkerung im Alltag mit perfiden Mitteln für den Ersten Weltkrieg begeistert werden sollte. Von den Kleinsten der Gesellschaft angefangen, sollten alle Tirolerinnen und Tiroler den teuren und folgenschweren Krieg mit seinen Millionen Opfern unterstützen. Mit welchen Propagandainstrumenten das bewerkstelligt wurde, ist bis 24. April am Innsbrucker Bergisel zu sehen.

Gezeigt werden etwa ein Kindermalbuch mit dem Titel „Soldatenbilder zum Ausmalen“ oder eine Postkarte, das zwei kleine Mädchen in weißen Kleidern und Soldatenhelmen zeigt. Auch ein „Kriegstagebuch“ einer Schülerin wurde ausgestellt, das die Manipulation veranschaulicht.

Die Erwachsenen wiederum sollten über den Kauf von Kriegsanleihen und Spenden ihren Beitrag zum Krieg leisten. „Kostspielige Kriegshandlungen wurden somit durch Kredite bei der eigenen Bevölkerung finanziert“, beschrieben die Tiroler Landesmuseen die damalige Vorgangsweise in einer Aussendung am Donnerstag anlässlich der Eröffnung.

Vor allem bedienten sich die Propagandisten an damals „neuen“ Medien: „Neben der Propagandapostkarte dokumentierten sie das ‚wahre Bild‘ vom Soldatenleben und dem Frontalltag nach Tirol“. Staatliche Stellen wollten so für die Daheimgebliebenen ein positives Bild vom Kriegsgeschehen zeichnen.

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