Sturm Graz will gegen Ried wieder in die Erfolgsspur finden

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Der Tabellen-Zweite Sturm Graz empfängt am Sonntag (17.00 Uhr) zum Abschluss der Hinrunde des Fußball-Bundesliga-Grunddurchgangs die sieben Punkte dahinterliegenden SV Ried. Der LASK hofft zuvor (14.30 Uhr) gegen seinen „Lieblingsgegner“ WAC auf einen Sieg, während die WSG Tirol zeitgleich mit einem Sieg gegen Hartberg die Rote Laterne abgeben will.

Der „klassische Selbstfaller“ von Sturm Graz in Form eines 2:3 in Hartberg sei abgeschüttelt, man habe die Dinge „kerzengerade angesprochen“, erklärte Christian Ilzer am Freitag. „An dem Tag war es absolut angebracht, der Mannschaft in den Hintern zu treten. Wenn es auch viel mehr Tage bisher gab, wo ich ihnen auf die Schulter geklopft habe.“

Ilzer warnte vor gefährlichen Wikingern. „Sie haben sich den Tabellenplatz mit ihren Tugenden erspielt.“ Er nannte Kompaktheit, Körpergröße, gute Freistoßschützen und die Geschwindigkeit ausgehend vom wieder fitten Ante Bajic und Seifedin Chabbi. Ried sei schwer ausrechenbar - auch angesichts des wenig bekannten Heraf-Ersatzmanns Christian Heinle an der Seitenlinie.“Obwohl man gefühlt hat, dass ein sehr enges taktisches Konstrukt um diese Mannschaft geschnürt ist, konnten sie zeit- und ergebnisabhängig auch komplett was anderes spielen.“

Bei den Riedern wird Heinle zum zweiten Mal anstelle von Andreas Heraf (Stimmbandprobleme) auf der Trainerbank sitzen. Er meinte: „Sturm Graz ist eine Top-Mannschaft, die extrem aggressiv gegen den Ball spielt. Sie haben Mechanismen, die sie seit eineinhalb Jahren ständig verbessern. Nicht zu Unrecht ist Sturm in Österreich hinter Salzburg ganz klar die Nummer zwei.“ Sich gegen Sturm einzuigeln, erachtet Heinle als unzureichend. „Wir werden in Graz nicht nur verteidigen, da wir das Spiel dann mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren werden. Es wird auch Phasen geben, in denen wir unser Heil in der Offensive suchen werden.“

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Den LASK stimmt unterdessen vor dem Heimspiel gegen den WAC ein Blick auf die Statistik zuversichtlich. Vier Siege in ebensovielen Duellen gelangen den Linzern in der vergangenen Saison gegen die Kärntner. In dieser Tonart soll es laut Trainer Andreas Wieland am Sonntag in Pasching weitergehen. „Wir wollen eine gute Leistung und drei Punkte“, sagte der 38-Jährige über die Zielsetzung gegen die Lavanttaler.

Doch auch WAC-Trainer Robin Dutt rechnet sich einiges aus. „Wir würden gerne an das letzten Spiel gegen die Austria anknüpfen. Ein Zu-Null-Sieg auswärts beim LASK wäre natürlich etwas sehr Schönes“, erzählte der Deutsche.

Für die WSG Tirol bietet sich am Sonntag die Gelegenheit, die untersten Tabellenregionen der Fußball-Bundesliga hinter sich zu lassen. Mit einem Heimsieg über den TSV Hartberg würde sich die Truppe von Trainer Thomas Silberberger im Idealfall von der letzten an die zehnte Stelle verbessern und bis auf zwei Punkte an Platz drei heranrücken. „Es kann sich in der Tabelle extrem viel komprimieren“, erklärte Silberberger.

Daher sprach der 48-Jährige von einem „richtungsweisenden“ Spiel und „fast schon Pflichtsieg“. Zuletzt gab es für die Tiroler zwar ein 2:5 bei Rapid zu verdauen, davor gelang jedoch ein überzeugendes Heim-4:2 über die SV Ried. „An dieses Match wollen wir anschließen, das war ein sehr gelungener Auftritt“, sagte Silberberger.

Hartberg-Trainer Kurt Russ gab vor der Partie die Parole „Verlieren verboten“ aus. „Es wird auf Kleinigkeiten ankommen. Wir müssen das abstellen, dass wir leichte Tore bekommen und leichte Fehler machen“, forderte der Ex-ÖFB-Teamspieler. Im Falle eines Sieges könnten sich die Oststeirer auf Rang drei verbessern. „Aber ich will das vor meiner Mannschaft gar nicht groß ansprechen. Damit erzeugt man nur wieder Druck“, erklärte Russ.


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