Corona-Maßnahmen kosteten heuer vorerst 539 Mio. Euro

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Die Bekämpfung der Coronapandemie hat in diesem Jahr bisher 539 Mio. Euro gekostet. Das geht aus dem Bericht zum COVID-19-Transparenzgesetz hervor, der am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Nationalrats behandelt wurde. Der Kostenanteil für Impfstoffe war bis Ende August mit 153,44 Mio. Euro demnach niedriger als jener für die gratis in Apotheken erhältlichen Antigen-Selbsttests, die bisher 187,67 Mio. Euro ausmachten.

Finanziert wurden vom Bund auch die Kostenersatzleistungen für die Bundesländer und die Gesundheitsagentur AGES sowie die Umsetzung der Plattform „Österreich testet“, des E-Impfpasses sowie des Grünen Passes. Die Kosten für die Corona-Impfstoffe beliefen sich ebenfalls bis August 2021 auf 153,44 Mio. Euro. Zusätzlich wurden für Impflogistik und Zubehör 14,5 Mio. Euro ausgegeben.

Laut dem Bericht werden voraussichtlich bis einschließlich 2023 rund 70,5 Mio. COVID-19-Impfdosen an Österreich geliefert. Derzeit seien rund 5,3 Millionen Dosen hierzulande gelagert, berichtete Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) laut Parlamentskorrespondenz im Ausschuss. Verschenkt wurden Impfdosen bisher an die Ukraine (250.000), den Libanon (100.000), Bosnien und Herzegowina (500.000) und Tunesien (50.000).

Im Zusammenhang mit dem COVID-19-Zweckzuschussgesetz weist der Bericht mit August 2021 151,62 Mio. Euro an Ausgaben etwa für Schutzausrüstungen, Personal (Hotline 1450, Impfaktionen, Testungen) oder für Ersatzspitäler aus. Zusätzlich 20 Mio. Euro aus dem COVID-19-Krisenbewältigungsfonds wurden in diesem Jahr zur Armutsbekämpfung während der Pandemie zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag wurde bereits im Jänner 2021 an die Länder überwiesen.


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