Polen wirft Belarus Grenzübertritt von Bewaffneten vor

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Uniformierte Bewaffnete sind der Regierung in Warschau zufolge von Belarus (Weißrussland) aus nach Polen eingedrungen. Die nicht identifizierten Personen hätten Langwaffen bei sich getragen, als sie Anfang der Woche nachts auf polnisches Territorium gelangt seien, teilte das Außenministerium am Mittwoch mit. Es forderte Belarus auf, den Vorfall umgehend zu erklären. Der Geschäftsträger der belarussischen Botschaft sei ins Außenministerium zitiert worden.

Es handle sich um eine Verletzung der polnischen Staatsgrenze. Vize-Außenminister Piotr Wawrzyk habe klar gemacht, dass solche Aktionen inakzeptabel seien und nicht toleriert würden. Das Vorgehen der belarussische Behörden in den vergangenen Wochen trage zunehmend Züge einer bewussten Eskalation.

Die belarussische Führung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze ist seit Monaten angespannt. Täglich versuchen dort Hunderte, illegal nach Polen und damit in die EU zu gelangen. Die Europäische Kommission wirft der Führung in Minsk vor, die Grenzübertritte zu orchestrieren. Sie spricht von einer Form der hybriden Kriegsführung, um Druck auf die EU wegen gegen Belarus verhängten Sanktionen auszuüben. Belarus hat dies bestritten.

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