Prozess wegen verschwundener Millionen in Klagenfurt

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Wegen Untreue in Millionenhöhe muss sich am Donnerstag ein Pensionist vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Dem ehemaligen Mitarbeiter der Klagenfurter Stadtkasse wird in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit vorgeworfen, von 1997 bis 2019 insgesamt 1,76 Millionen Euro aus der Stadtkasse veruntreut zu haben. Für den Schöffenprozess unter Vorsitz von Richterin Sabine Roßmann sind vorerst fünf Verhandlungstage anberaumt, ein Urteil könnte es am 18. November geben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, „die ihm eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen, wissentlich missbraucht“ zu haben. Er soll 170 Bargeldbehebungen von Konten der Stadt Klagenfurt durchgeführt haben, ohne die 884.000 Euro danach in die Stadtkasse einzuzahlen. Außerdem wird ihm vorgeworfen, 106 Mal Bargeld (insgesamt 876.000 Euro) aus der Stadtkasse genommen zu haben, ohne das Geld auf das Konto der Stadt einzuzahlen.

Dem Mann drohen ein bis zehn Jahre Haft. Die Malversationen waren im März 2020 - nach der Pensionierung des Mannes - bekannt geworden. Damit die Fehlbeträge nicht auffielen, buchte der Mann laut Anklage Geldbeträge auf verschiedenen Konten hin- und her. Die Stadt Klagenfurt beziffert den entstandenen Schaden Inklusive Zinsen mit 2,3 Millionen Euro.

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